Eurydike geht – Textprobe 3

Juli 23rd, 2005

Vor fast drei Tagen habe ich Orpheus verlassen. Seit mindestens 10 Jahren denke ich darüber nach, träume ich davon. Es ist wahrscheinlich das einzige, was Orpheus nicht von mir weiß. Außer dem Sparbuch, das ich regelmäßig mit Haushaltsgeld gefüttert habe. Das war nicht einfach. Orpheus wollte immer genau wissen, wofür ich das Geld ausgegeben habe. Aber er war auch großzügig. Ich konnte mir kaufen was ich wollte. Ich habe einen kleinen Koffer gepackt, nur mit den nötigsten Sachen, meine Dokumente, mein Sparbuch, ein paar Kleidungsstücke. Ich habe mich ins Auto gesetzt und bin nach Wien gefahren. Dort habe ich mich beim Südbahnhof mit dem Mann getroffen, der mein Auto gekauft hat. Ich habe kein Auto mehr. 10.000 Euro habe ich bekommen, bar auf die Hand. Wir haben einen Kaufvertrag unterschrieben. Der Mann will sich um alle Formalitäten kümmern. Das ist ein Glück. Ich habe davon keine Ahnung. Es interessiert mich auch gar nicht. Ich weiß nicht einmal, ob ich einen guten Preis bekommen habe. Ich hoffe, dass ich mit diesem Geld eine Weile leben kann. Ich muss viel nachdenken.

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  • 1. Gabi Stockmann » Eu&hellip  |  Juli 23rd, 2007 at 19:20

    […] Ich habe es wirklich getan. Ich kann es noch gar nicht glauben. Weiterlesen […]

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