Trotz Alkohol-Problemen: Pilz soll bleiben!

Der Mis­strauen­santrag gegen Bürg­er­meis­ter Josef Pilz ist gescheit­ert. Mit Applaus aus den Zuhör­errän­gen wurde das Ergeb­nis der Stim­me­nauszäh­lung zur Ken­nt­nis genom­men …

Außeror­dentliche Gemein­der­atssitzung, zweit­er Teil am ver­gan­genen Don­ner­stag im Rathaus. Erneut prall gefüllte Zuhör­erränge. Fünf Man­datare fehlten: vier von der Bürg­erliste, ein­er von der SPÖ. Von Beginn an startete die SPÖ-Frak­tion mit harten Attack­en gegen Bürg­er­meis­ter Pilz. Er sei kein Vor­bild, wed­er für die Jugend noch für die Gemeinde, er wäre als höch­ster Gemein­derepräsen­tant nicht mehr trag­bar. Da ging es um seinen zweima­li­gen Führerscheinentzug, um seine Leber­w­erte, sein Ver­hal­ten in der Öffentlichkeit. „Wie oft ist schon etwas passiert, woran Sie sich nicht erin­nern kön­nen?“, fragte Anton Mau­r­er (SPÖ). „Wollen und kön­nen wir uns einen solchen Bürg­er­meis­ter noch weit­er leis­ten?“, war die Kar­di­nal­frage von Roland Schranz (SPÖ). Als es ans Eingemachte ging, wieder­holte Pilz seine Dro­hung der Vor­woche: „Wenn Sie sich erdreis­ten, hier eine Wahrheits­find­ung zu betreiben, sich als Gericht aufzuführen, werde ich meine Rechte als Bürg­er dieser Repub­lik in Anspruch zu nehmen wis­sen! Urteile wer­den nicht im Namen des Gemein­der­ates, son­dern im Namen der Repub­lik aus­ge­sprochen!“, so Pilz auf dem Höhep­unkt sein­er rhetorischen Aus­führun­gen.

Koali­tion geplatzt

Schließlich kam es endlich zur geheimen Abstim­mung. Der Bürg­er­meis­ter ver­ließ den Sitzungssaal, die Man­datare schrit­ten zur Urne. Nach ein­er Vier­tel­stunde das Ergeb­nis: 15 für den Mis­strauen­santrag, 11 dage­gen, eine Stimme war ungültig. Da 22 Stim­men für eine Amt­sen­the­bung notwendig gewe­sen wären, war der Mis­strauen­santrag daher gescheit­ert. Applaus auf den Rän­gen. Gle­ich anschließend über­re­icht­en Vize­bürg­er­meis­ter Gün­ter Czom­po und Stad­trat Johann Zeilinger Pilz ein Schreiben mit der Aufkündi­gung der Koali­tion.

Bürg­er­meis­ter Josef Pilz zeigte sich davon unbeein­druckt: „Wir wer­den für unsere Stadt­ge­meinde nach bestem Wis­sen und Gewis­sen weit­er­ar­beit­en. In Zukun­ft wird es eine Sachkoali­tion durch alle Rei­hen geben. Auch das wird funk­tion­ieren!“

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