Goethes Faust als Fest

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Ein Mod­ell des neuen The­ater­saales im Kot­ting­brun­ner Schnei­der­trakt.

Faust“ ist der Klas­siker der drama­tis­chen Weltlit­er­atur. Seine Wurzeln fußen auf einem ural­ten Mythos. Dieser Mythos han­delt von der verzweifel­ten Suche nach der Glück­seligkeit. Diese Suche wird erforscht und neu erzählt von jun­gen Schaus­pielerIn­nen der Kul­turszene Kot­ting­brunn.

Wir wol­len uns mit dem Göt­tlichen und dem Teu­flis­chen in uns beschäfti­gen,“ erläutert Tim Kramer, der die Kot­ting­brun­ner Ver­sion von Goethes „Faust 1“ in Szene setzt. Die The­atergäste erwartet im Sep­tem­ber eine neue, rock­ige Ver­sion des The­aterk­las­sik­ers. Faust wird zum Fest: Der Text – ges­trafft und teil­weise gesun­gen, aber nie verän­dert. Die Szenerie – in die neue Zeit ver­legt. Klas­sis­che Schau­plätze wie Auer­bachs Keller, Hex­enküche oder Walpur­gis­nacht wer­den im neuen Kot­ting­brun­ner The­ater­saal zu Sym­bolen mod­erner Lebenslust. Deren Ver­lock­un­gen sol­len dem inner­lich zwis­chen Gelehrsamkeit und Vergnü­gungssucht zer­ris­se­nen Faust jenen berühmten Satz ent­locken, für den er seine Seele dem Teufel ver­schreibt: „Werd ich zum Augen­blicke sagen: Ver­weile doch, du bist so schön! – Dann magst du mich in Fes­seln schla­gen. Dann will ich gern zu Grunde gehen.“

Faust als Fest – das ist in dieser Insze­nierung let­ztlich auch ein Beken­nt­nis zur Schön­heit des Lebens. Und die Schön­heit liegt ger­ade im Wech­sel vom Göt­tlichen zum Teu­flis­chen, von Jung zu Alt, von Leben und Vergänglichkeit.

Sym­bol­isiert wird dieser gedankliche Ansatz durch die Wahl des Auf­führung­sortes: Ein mit­te­lal­ter­licher Stall im Wasser­schloss Kot­ting­brunn lag lange brach, ehe ihn The­ater­spiel wieder zum Leben erweckte. Das Gebäude mit seiner einst pro­vi­sorischen Bühne wurde jetzt zum mod­er­nen The­ater­saal umge­baut, ohne den archai­is­chen Charak­ter zu zer­stören und wird im Sep­tem­ber erst­mals neu bespielt.

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Die Faust-Crew um Regis­seur Tim Kramer (ste­hend, Mitte, graues Hemd) — ein bewährter Mix aus Profi- und Ama­teur-Schaus­pielerIn­nen. 

Faust im Schloss

Haup­trol­len: Felic­i­tas Ruhm, Thomas Stolzetti (Faust), Andrea Haller (Gretchen), Christoph v. Friedl (Mephisto) – siehe kleines Bild links oben von links nach rechts.

Weit­ere Darstel­lerIn­nen: Eva Weis­senböck, Clemens W. Bern­dorff, Dominik Kaschke, Thomas Freuden­sprung und Ama­teur-Schaus­pielerIn­nen.

Pre­miere: 2. Sep­tem­ber, 19.30 Uhr. In der Folge jew­eils Fre­itag und Sam­stag im Sep­tem­ber um 19.30 Uhr, Son­ntage im Sep­tem­ber 19 Uhr.

Spielort: Neuer The­ater­saal im Wasser­schloss Kot­ting­brunn

Karten: 02252/74383 oder e-mail: office@kulturszene.at

Infos: www.kulturszene.at

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