Radfahren in der Badener Fußgängerzone?
August 20th, 2006
So ist es richtig: Vor dem Rathaus g’hört das Rad geschoben
Strittiger Dauerbrenner in der warmen Jahreszeit: Radfahren in der Badener Fußgängerzone - soll es erlaubt werden oder soll das Verbot aufrecht bleiben?
In der warmen Jahreszeit häufen sich auf der Stadtpolizei die Beschwerden über RadfahrerInnen, die allzu schnell durch die Fußgängerzone “brausen”. “Es gibt immer wieder gefährliche Situationen und undendlich viele Beschwerden”, erzählt Chefinspektor Leopold Habres. Und weiter: “Von 10 Beschwerden aus der FUZO kommen neun von Fußgänger, die sich über Radfahrer beklagen. Viele fragen sogar, ob das Radfahrverbot noch gilt, weil sich so viele Pedalritter nicht daran halten.”
Badens Stadtchef August Breininger: “Selbstverständlich wird am Radfahrverbot nicht gerüttelt. Unsere Fußgängerzone ist nicht so breit und groß, dass ein gefahrloses Nebeneinander gewährleistet werden kann.”
Damit erteilt er auch einer beharrlichen Forderung der Grünen eine klare Abfuhr. Die Grünen traten immer wieder dafür ein, das Radfahren in der FUZO zu erlauben. Grünen-Chefin Dr. Helga Krismer: “zumindest abends, nach Ladenschluss, wäre es doch einen Versuch wert! Ich glaube schon, dass auch die Radfahrer zu einem rücksichtsvollen Verhalten erzogen werden könnten. In anderen Städten oder Ländern funktioniert es doch auch. Es ist Tatsache, dass ein Nebeneinander verschiedener Arten von Mobilität besteht. Damit müssen wir leben.”
“Es geht um das Aufeinandertreffen verschiedener Geschwindigkeiten, die ein Problem verursachen,” meint hingegen Chefinspektor Habres. “In Baden haben wir dieses Problem dadurch gemildert, dass es in der Innenstadt generell 30 km/h-Limits gibt.”
Unfälle zwischen Radfahrern und Fußgängern in der Badener FUZO gab es allerdings noch keine. Wer beim Radfahren in der FUZO erwischt wird, muss mit einer Strafe von 20 Euro rechnen. Habres: “Erst wird ermahnt, aber wer das Verbot hartnäckig missachtet, wird gestraft.”
Bürgermeister Breininger kann auch einer Öffnung der FUZO fürs Radfahren nach Ladenschluss nichts abgewinnen. “Es bleibt beim strikten Verbot!”
Auch die SPÖ Baden hat sich allerdings kürzlich für eine teilweise Öffnung der FUZO fürs Radfahren ausgesprochen, und zwar konkret in der Zeit von 19 Uhr abends bis 8 Uhr früh.
Die Vor- und Nachteile des Radfahrens in der Fußgängerzone gelte es genau abzuwägen, meint Stadtrat Jowi Trenner (wir badener) in seiner neuesten Aussendung. Er ist dafür, die Bevölkerung zu befragen. Idealer Termin dafür wäre für ihn der 1. Oktober, der Tag der Nationalratswahl.
Und was meinen Sie????

2 Comments Add your own
1. Richard | Juli 20th, 2006 at 00:32
Das Verbot finde ich nicht gut, weil Radfahrer sowieso überall benachteiligt sind. Man könnte ja ein Tempolimit einführen oder am Fußgängerzonen-Schild zum vorsichtigen Fahren aufrufen.
2. rosenstolz | August 23rd, 2006 at 21:50
was wollt ihr ? autofahrer sollen ihr auto irgenwohin abstellen, radfahrer wollt ihr auch nicht, was wollt ihr überhaupt? versetzt euch doch in die lage der menschen in baden, viele fahren mit dem rad zur arbeit weil sie ihr auto nirgends abstellen können ohne zu bezahlen oder einen strafzettel zu bekommen…wenn fußgänger und radfahrer ein wenig achtgeben kann gar nicht viel schief gehen. ein radler macht keinen lärm, keine autoabgase gibt es auch nicht und für die gesundheit tut man auch was. also denkts doch ein bisserl um und seits nicht soo streng…
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