200 Jahre alte Allee in Gefahr!

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Die Tage dieser 200 Jahre alten Kas­tanien-Allee am Ort­sein­gang von Schö­nau kön­nten gezählt sein.  

Umweltschützer in Schö­nau an der Tri­est­ing schla­gen Alarm: Sie befürcht­en, dass ein “Wahrze­ichen” ihres Ortes geschlägert wird. Es han­delt sich um die rund 200 Jahre alte Kas­tanien­allee am Ort­sein­gang von Schö­nau.

Fünf abgestor­bene Bäume wur­den bere­its geschlägert. Und nach den Empfehlun­gen der Naturschutzbe­hörde der Baden­er Bezirk­shaupt­mannschaft (DI Pfalz) müssten aus Grün­den der Verkehrssicher­heit noch min­destens 15 weit­ere Bäume gefällt wer­den. Da damit das Erschei­n­ungs­bild der Allee empfind­lich gestört werde, emp­fahl die Naturschutzbe­hörde der Gemeinde nun, die gesamte Allee zu schlägern und durch eine Neupflanzung zu erset­zen — aus Orts­bild­grün­den.

Bürg­er­meis­ter Adolf Plank (SP) ist rat­los. In Krisen­sitzun­gen im Gemein­der­at wird die weit­ere Vor­gangsweise über­legt. Tat­säch­lich liegt der Ball bei der Gemeinde. Denn — so sagte Bezirk­shaupt­mann Dr. Hel­mut Leiss — “die Naturschutzbe­hörde hat die Schlägerung der Allee nur emp­fohlen, nicht behördlich vorgeschrieben. Wenn allerd­ings durch einen morschen Baum etwas passiert, liegt die Haf­tung bei der Gemeinde.” Bürg­er­meis­ter Plank: “Wenn wir die Allee völ­lig neu pflanzen, wird Schö­nau erst in 100 Jahren wieder schön.”
Der Bezirk­shaupt­mann legt Wert auf die Fest­stel­lung, dass die Bezirk­shaupt­mannschaft prinzip­iell um jeden Baum kämpft. Die Allee in Schö­nau sei aber im Juni begutachtet wor­den. Ihr Zus­tand ist schlecht.

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