Rathausplatz wird bioenergetisch geprüft

Eine Firma wurde damit beauf­tragt, den Leobers­dor­fer Rathaus­platz bioen­er­getisch zu über­prüfen. 18.000 Euro kostet der Spaß. „Ob’s was bringt, wis­sen wir auch nicht,“ sagte Vize­bürg­er­meis­ter Andreas Ramhar­ter (Liste Zukunft). Aber man wolle jeden­falls nichts unver­sucht lassen, damit es ein Platz wird, auf dem sich „alle wohlfüh­len“.

Viele Men­schen lassen sich heutzu­tage ihre Woh­nun­gen nach Feng Shui-Kri­te­rien aus­richten. Diesen zufolge wird auf Win­drich­tun­gen, Strahlun­gen, Wasser­adern, Lichte­in­fall, Strom­leitun­gen etc. geachtet.

Rät­sel­hafte Vorgänge
So ähn­lich wird nun auch vor der Umgestal­tung des Rathaus­platzes vorge­gan­gen. Es sei dies eine Anre­gung ver­schiedener Leute gewe­sen, erläutert Bürg­er­meis­ter Anton Bosch. „Ich bin ja nun nicht unbe­d­ingt einer, der mit Eso­terik etwas am Hut hat. Aber ich will mich der­ar­ti­gen Erken­nt­nis­sen auch nicht ver­schließen.“

Boschs Erfahrun­gen
Als Beispiel nennt er eigene Erfahrun­gen. Er habe zwei Häuser gekauft und die Woh­nun­gen ansprechend umgestal­tet, um sie anschließend zu ver­w­erten. Allein — die Woh­nun­gen blieben „Laden­hüter“. „Wir haben sie nicht an den Mann gebracht und es war uns ein Rät­sel, warum,“ berichtet Bosch. In seiner Not ließ er die Woh­nun­gen bioen­er­getisch über­prüfen — und siehe da: Es stellte sich her­aus, dass — möglicher­weise von den Vorbe­sitzern her — in den Woh­nun­gen auss­chließlich neg­a­tive Energie herrschte. Bosch ließ die Woh­nun­gen bioen­er­getisch umgestal­ten und — kon­nte inner­halb von sechs Wochen alle verkaufen. „Wir wis­sen nicht, wieso das gewirkt hat, aber es war so,“ bekennt Bosch sein Erstaunen ein. Und gibt zu: „Anfangs hab ich geglaubt, die Leute, die so was wol­len, die spin­nen. Aber es ist keine Schande, jeden Tag klüger zu wer­den.“

Noch kein fixer Beschluss
Nun wurde also eine Firma mit der bioen­er­getis­chen Über­prü­fung des Rathaus­platzes beauf­tragt, um 18.000 Euro. „Es soll ein Platz wer­den, auf dem sich alle wohlfüh­len!“ ergänzt Vize­bürg­er­meis­ter Andreas Ramhar­ter. Beson­ders wichtig erscheint der Gemein­de­führung auch, dass diese Über­prü­fung noch vor Errich­tung der geplanten Tief­garage stat­tfindet.
Denn auch diese könne möglicher­weise bioen­er­getis­che Auswirkun­gen auf den Platz darüber haben.
Die Grü­nen ließen die Notwendigkeit der Über­prü­fung dahingestellt, kri­tisierten aber, dass eine gewaltige Summe Geldes dafür aus­gegeben werde, ohne dass im Gemein­derat noch ein Beschluss zur Umgestal­tung des Rathaus­platzes und für den Bau der Tief­garage gefal­len sei.

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