“Wer ein zentrales Kulturkonzept fordert, ist ein Neo-Stalinist!”
November 29th, 2006
Badens Stadthistoriker Dr. Rudolf Maurer (Bild) versteht sich – seit 13 Jahren - als Teil des dezentralen Badener Kulturkonzeptes und ist „fast ein bisserl beleidigt“, dass dieses Konzept in der aktuellen politischen Debatte kaum wahrgenommen wird. Hingegen fordern – so Maurer - „Neostalinisten“ ein zentrales Kulturkonzept.
Maurer: „Ich meine mit Neostalinisten niemanden persönlich. Aber wer ein zentrales Konzept mit einem zentralen Manager fordert, ist in meinen Augen ein Neostalinist.“
Bürgermeister August Breininger unterstützt die Argumente von Maurer, ohne das Wort „Neostalinist“ zu verwenden. Er betont, dass auch in Sachen Kultur „Mandatare nicht in die Verwaltung eingreifen dürfen. Und dass auch ein Kulturmanager nicht alles allein bestimmen kann.“
Die Kultur-Debatte in Baden ist vor allem ein „Match“ zwischen ÖVP-Bürgermeister Breininger und dem Stadtrat der Grünen, Mag. Herbert Först, unter Beteiligung von Christine Witty (wir badener).
Breininger sieht neben der Operette vor allem in der „Vielfalt“ die kulturelle Stärke von Baden, und diese Vielfalt sei sein Konzept. Först sieht hingegen neben der Operette die Notwendigkeit einer Schwerpunkt-Setzung und eines entsprechenden Konzeptes.
Was den Kultur-Manager betrifft: Ein solcher soll im Zuge der Installierung des Arnulf Rainer-Museums im Frauenbad gefunden werden und die künftige Badener Kultur-GesmbH leiten.

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