Musikschule Baden: Antrag auf mehr Förderung abgelehnt

Der Eltern- und Fördervere­in der Musikschule will verbesserte Zuschüsse für den Besuch der Musikschule. Dieses Anliegen trug Jowi Tren­ner am Dien­stag in den Stad­trat.

Entsprechend dem Wun­sch von Vere­in­sob­mann Robert Schaf­fer und der etwa 70 sym­pa­thisieren­den Mit­glieder des Eltern­vere­ins der Musikschule beantragte Tren­ner die Hin­auf­set­zung der Einkom­mensgren­zen für die Musikschul­geld-Ermäßi­gung.
Derzeit bekom­men Fam­i­lien mit Net­toeinkom­men bis zu 1300 Euro plus 210 Euro pro Kind eine Ermäßi­gung der Musikschul­tar­ife (285 Euro für eine Wochen­stunde pro Semes­ter). Tren­ners Vorschlag: Anhebung der Einkom­mensgren­zen auf 1400 Euro plus 250 Euro pro Kind. Dem schlossen sich nur drei Man­datare an, zwei enthiel­ten sich, fünf der ÖVP waren dage­gen — damit war die Erhöhung abgelehnt. Tren­ner: „Ein Armut­szeug­nis für die Kul­turstadt Baden!“
Vere­in­sob­mann Robert Schaf­fer will sich in den näch­sten Tagen ein Bild von der Sit­u­a­tion machen, er ste­ht selb­st noch in Ver­hand­lun­gen mit der Stadtregierung. Das Anliegen war ihm sehr wichtig und die Auflö­sung des Vere­ines ste­ht — so Schaf­fer — „zumin­d­est im Raum“. Er begrün­det die Forderung so: „Die Musikschul­tar­ife sind in den let­zten Jahren um ca. 10 % gestiegen, dazu kamen Indexsteigerun­gen von weit­eren 10 %. Das Leben ist also um rund 20 % teur­er gewor­den. Aber die Einkom­mensgren­zen für Musikschul­vergün­s­ti­gun­gen wur­den nicht angepasst!“
„Nur wenig Ansuchen!“
Der neben Eri­ka Klin­gel­may­er mit der Leitung der Musikschule betraute Otto Wolk­er­stor­fer sagt dazu zur RUNDSCHAU: „Die Tar­ife wur­den erhöht, das stimmt. Aber auch die Aus­gaben der Stadt für die Musikschule sind gestiegen. Laut Musikschulge­setz sollen Stadt, Land und Eltern zu je einem Drit­tel die Kosten der Musikschule tra­gen. Der Anteil der Stadt lag im Jahr 2003 aber schon bei 42 %, jen­er der Eltern nur bei 29%. Wir woll­ten das wieder in Rich­tung Drit­tel-Lösung kor­rigieren. Aber noch immer trägt die Stadt mit 37% aller Kosten den Löwenan­teil.“ Darüber hin­aus glaubt Wolk­er­stor­fer nicht, dass die Hin­auf­set­zung der Einkom­mensgren­zen tat­säch­lich für den Eltern­vere­in so wesentlich sein kann. „Wir haben nicht sehr viele Ansuchen um Ermäßi­gung.“ Die Entschei­dung über Tar­ife und Ermäßi­gun­gen sei aber let­ztlich von der Poli­tik und nicht von der Musikschul-Leitung zu tre­f­fen. Derzeit kostet die Musikschule der Stadt ca. 700.000 Euro im Jahr.

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