Neuer Kindergarten für Kottingbrunn

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Wolf­gang Pris­tou, Klaus Oswald, Ernst Lessig 

Baumeis­ter Wolf­gang Pris­tou präsen­tierte vorige Woche seinen Plan zum Bau eines neuen dreigrup­pi­gen Kinder­gartens in der Kot­ting­brun­ner Rotkreuz-Sied­lung (Ecke Brücklgasse/Kalmangasse).

Grund für den Neubau ist, dass wir möglichst allen Kindern im entsprechen­den Alter einen Kinder­garten­platz in Kot­ting­brunn anbi­eten wollen,“ erk­lärt der Vor­sitzende des Bau-Auss­chuss­es, Klaus Oswald.
Neben den bei­den Kindergärten in der Ren­ngasse und dem in der Bah­n­gasse ist dies nun der vierte Kinder­garten in Kot­ting­brunn.
Zur Pro­jekt-Abwick­lung wurde auf der Gemeinde ein eigen­er Kinder­garten­beirat gebildet. Geplanter Baube­ginn ist im April

Die Rotkreuz-Sied­lung zählt zu den größten und am stärk­sten wach­senden Sied­lun­gen in Kot­ting­brunn. Klaus Oswald: „Hier leben allein 1800 von ins­ge­samt 8000 Kot­ting­brun­nern. Wir haben hier zur Zeit 75 Kinder im Alter ab 3 Jahren. Ten­denz steigend.“ Nicht alle Kinder ab 3 Jahren kön­nen in Kot­ting­brunn derzeit einen Kinder­garten­platz bekom­men. Garantiert ist nur die geset­zlich vorgeschriebene Auf­nahme ab einem Alter von 4 Jahren.

Das Gebäude, das Baumeis­ter Ing. Wolf­gang Pris­tou ent­wor­fen hat, sieht drei gle­ich­mäßig belichtete bar­ri­ere­freie Grup­pen­räume sowie einen Bewe­gungsraum und einen Mul­ti­funk­tion­sraum sowie alle Neben­räume in luftiger, lock­er­er Anord­nung vor. Der Ein­gangs­bere­ich ist mit Glas über­dacht und kann eben­falls für Ver­anstal­tun­gen mit­benützt wer­den.

Warum man auf den Ein­satz alter­na­tiv­er Energien verzichtet hat, erläutert Wolf­gang Pris­tou so: „Wir leg­en sehr viel Wert auf opti­male Wärmedäm­mung und eine wirtschaftliche Haustech­nik, um Energiekosten zu sparen. Der Ein­satz alter­na­tiv­er Energien würde sich — bei einem Betrieb von lediglich 265 Tagen im Jahr erst in Jahrzehn­ten rech­nen. Was wir hier im Kinder­garten brauchen, ist rasch und flex­i­bel ver­füg­bare Energie in der Früh, die dann nach Kinder­garten­schluss wieder run­terge­fahren wird.“

Der Kinder­garten wird als Bewe­gungskinder­garten geführt, d.h. Bewe­gung wird durch die ein­schlägig aus­ge­bilde­ten Kindergärt­ner­In­nen ständig in das Pro­gramm inte­gri­ert. Klaus Oswald erläutert: „Es wird der erste Bewe­gungskinder­garten in Niederöster­re­ich. In ganz Öster­re­ich gibt es bish­er nur zwei der­ar­tige Kindergärten.“
Bish­erige wis­senschaftliche Unter­suchun­gen der Bewe­gungs-Effek­te haben ergeben, dass Kinder, die sich mehr bewe­gen, erstens nicht so dick sind und zweit­ens auch weniger Ver­hal­tensauf­fäl­ligkeit­en zeigen.

Zur Verkehrsprob­lematik sagt Bauamt­sleit­er Lessig: „Die Anrain­er wur­den schon ver­ständigt. Sie haben mit einem Verkehrsaufkom­men von max­i­mal 75 Fahrzeu­gen zu rech­nen, zweimal täglich — ein­mal in der Früh und ein­mal nach Kinder­garten­schluss.
Am Woch­enende und in den Ferien gibt es natür­lich kein Verkehrsaufkom­men. Jedes Rei­hen­haus würde den Verkehr in der Gegend stärk­er steigern.“ Die Anrain­er wur­den bere­its ver­ständigt.

Die Vor­sitzende des Kinder­garte­nauss­chuss­es, Lisa Sieber (ÖVP) ste­ht voll und ganz hin­ter dem Kinder­garten­pro­jekt, kri­tisiert aber, zu der Vorstel­lung des Pro­jek­tes nicht auch ein­ge­laden gewe­sen zu sein.

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