Neuer Kindergarten für Kottingbrunn

Januar 31st, 2007

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Wolfgang Pristou, Klaus Oswald, Ernst Lessig 

Baumeister Wolfgang Pristou präsentierte vorige Woche seinen Plan zum Bau eines neuen dreigruppigen Kindergartens in der Kottingbrunner Rotkreuz-Siedlung (Ecke Brücklgasse/Kalmangasse).

„Grund für den Neubau ist, dass wir möglichst allen Kindern im entsprechenden Alter einen Kindergartenplatz in Kottingbrunn anbieten wollen,“ erklärt der Vorsitzende des Bau-Ausschusses, Klaus Oswald.
Neben den beiden Kindergärten in der Renngasse und dem in der Bahngasse ist dies nun der vierte Kindergarten in Kottingbrunn.
Zur Projekt-Abwicklung wurde auf der Gemeinde ein eigener Kindergartenbeirat gebildet. Geplanter Baubeginn ist im April

Die Rotkreuz-Siedlung zählt zu den größten und am stärksten wachsenden Siedlungen in Kottingbrunn. Klaus Oswald: „Hier leben allein 1800 von insgesamt 8000 Kottingbrunnern. Wir haben hier zur Zeit 75 Kinder im Alter ab 3 Jahren. Tendenz steigend.“ Nicht alle Kinder ab 3 Jahren können in Kottingbrunn derzeit einen Kindergartenplatz bekommen. Garantiert ist nur die gesetzlich vorgeschriebene Aufnahme ab einem Alter von 4 Jahren.

Das Gebäude, das Baumeister Ing. Wolfgang Pristou entworfen hat, sieht drei gleichmäßig belichtete barrierefreie Gruppenräume sowie einen Bewegungsraum und einen Multifunktionsraum sowie alle Nebenräume in luftiger, lockerer Anordnung vor. Der Eingangsbereich ist mit Glas überdacht und kann ebenfalls für Veranstaltungen mitbenützt werden.

Warum man auf den Einsatz alternativer Energien verzichtet hat, erläutert Wolfgang Pristou so: „Wir legen sehr viel Wert auf optimale Wärmedämmung und eine wirtschaftliche Haustechnik, um Energiekosten zu sparen. Der Einsatz alternativer Energien würde sich - bei einem Betrieb von lediglich 265 Tagen im Jahr erst in Jahrzehnten rechnen. Was wir hier im Kindergarten brauchen, ist rasch und flexibel verfügbare Energie in der Früh, die dann nach Kindergartenschluss wieder runtergefahren wird.“

Der Kindergarten wird als Bewegungskindergarten geführt, d.h. Bewegung wird durch die einschlägig ausgebildeten KindergärtnerInnen ständig in das Programm integriert. Klaus Oswald erläutert: „Es wird der erste Bewegungskindergarten in Niederösterreich. In ganz Österreich gibt es bisher nur zwei derartige Kindergärten.“
Bisherige wissenschaftliche Untersuchungen der Bewegungs-Effekte haben ergeben, dass Kinder, die sich mehr bewegen, erstens nicht so dick sind und zweitens auch weniger Verhaltensauffälligkeiten zeigen.

Zur Verkehrsproblematik sagt Bauamtsleiter Lessig: „Die Anrainer wurden schon verständigt. Sie haben mit einem Verkehrsaufkommen von maximal 75 Fahrzeugen zu rechnen, zweimal täglich - einmal in der Früh und einmal nach Kindergartenschluss.
Am Wochenende und in den Ferien gibt es natürlich kein Verkehrsaufkommen. Jedes Reihenhaus würde den Verkehr in der Gegend stärker steigern.“ Die Anrainer wurden bereits verständigt.

Die Vorsitzende des Kindergartenausschusses, Lisa Sieber (ÖVP) steht voll und ganz hinter dem Kindergartenprojekt, kritisiert aber, zu der Vorstellung des Projektes nicht auch eingeladen gewesen zu sein.

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