Durst” im Theater an der Gumpendorferstraße

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Elis­a­beth Veit, Petra Strass­er und Katha­ri­na Hohen­berg­er, Foto: Anna Stöch­er

Wie kann es sein, dass eine Mut­ter ihre zwei Söhne zuhause unver­sorgt zurück­lässt und 13 Tage nicht zurück­kehrt? 13 Tage, die den Tod der Kinder bedeuten. „Durst“ (nach einem Roman von Michael Kumpfmüller) ist im März am Spielplan des The­aters in der Gumpen­dor­fer­straße in Wien.

Mar­git Mez­golich verzichtet in ihrer Insze­nierung auf jegliche Anklage, aber auch auf Entschuldigun­gen. „Durst“ gerät vielmehr zu einem Psy­chos­piel. Mut­ter Con­ny wird von vier Frauen dargestellt – Petra Strass­er, Elis­a­beth Veit, Christi­na Schae­fer und Katha­ri­na Hohen­berg­er. Jede Frau bringt einen anderen Aspekt der Per­sön­lichkeit von Con­ny zum Aus­druck: das Kind, die Mut­ter, die „Hure“, die „beruf­stätige Frau“. Die vier Per­sön­lichkeit­en wider­spiegeln gle­ichzeiti­ag auch die vielfälti­gen Ansprüche, die heutzu­tage an Frauen gestellt wer­den. Und alle wollen erfüllt wer­den. Con­ny pen­delt zwis­chen Schiz­o­phre­nie und All­t­ags-Stress, und ver­gisst auf ihre Kinder.

Durst“ wurde nach einem authen­tis­chen Fall in Deutsch­land ver­fasst. Der Film dazu, „Die Kinder sind tot“ von Ael­run Goette (Gespräch mit der verurteil­ten Mörderin), ist bei freiem Ein­tritt im TAG zweimal zu sehen, am 27. März und am Don­ner­stag, 29. März um 21.30 Uhr, im Anschluss an ein Pub­likums­ge­spräch, das nach der Auf­führung von „Durst“ übri­gens jeden Don­ner­stag stat­tfind­et. Empfehlenswert­er The­at­er­abend, hochak­tuell angesichts des auch in Öster­re­ich viel disku­tierten Fall­es in Linz. Karten: 01–5865222. www.dastag.at

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