FPÖ: Aktion Scharf gegen neue Moschee-Pläne

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von links: FP-Stadt­parteiob­mann Peter Ger­st­ner, Bezirks-Obmann Daniel Jäger­bauer, Bar­bara Rosenkranz, Gemein­der­at Dr. Som­mer

Let­zten Mon­tag wurde das Moschee-Medi­a­tionsver­fahren abgeschlossen. Die FPÖ war schon vorher aus­gestiegen. Mit dem neuen Schlag­wort „Eine Moschee ist keine Kirche“ macht man nun scharf gegen die neuen Pläne. Und fordert den Rück­tritt von Bürg­er­meis­ter Prinz!

In den neuen „Moschee“-Plänen haben Minarette und Kup­pel kein „dom­i­nantes Ausse­hen“ mehr, sind jedoch weit­er vorhan­den — als ein Sym­bol der türkischen Iden­tität.

Moschee — keine Kirche“

FP-Abge­ord­nete Bar­bara Rosenkranz wet­tert in ein­er Pressekon­ferenz gegen das — nun­mehr von Liste Flam­mer, SPÖ und ÖVP abge­seg­nete — Pro­jekt: „Ich bin nicht gegen einen Gebet­sraum. Aber eine Moschee ist keine Kirche, son­dern eine soziale und poli­tis­che Ein­rich­tung Das ist keine Frage der Glaubens­frei­heit, son­dern eine Frage des poli­tis­chen Macht-Anspruchs.“ Rosenkranz stützt sich auf Rechtsgutacht­en und Stim­men „aufgek­lärter Mus­lime“.

Kommt Rechts-Stre­it?

Der Vös­lauer FPÖ-Gemein­der­at Dr. Franz Som­mer will diese Mei­n­ung auch rechtlich durch­fecht­en lassen — not­falls bis zum Ober­sten Gericht­shof.

Laut Bau­recht ist derzeit die Errich­tung von „Kirchen“ jeglich­er anerkan­nter Reli­gion­s­ge­mein­schaften ohne große Ein­schränkung nahezu über­all möglich. So liegt in Bad Vös­lau eben auch deshalb ein pos­i­tives Orts­bildgutacht­en für das ursprüngliche Baupro­jekt (noch mit dom­i­nan­ten Minaret­ten und Kup­pel) vor. Rein rechtlich wäre eine „Moschee“ nicht zu ver­hin­dern. Rosenkranz und ihre Män­ner wollen weit­er­hin in Land und Bund vehe­ment für die Wahrung eines „abendländis­chen Charak­ters in Orts­bild und Geis­te­shal­tung“ kämpfen. Der Vere­in Atib sei zudem nicht Mit­glied der einzi­gen in Öster­re­ich anerkan­nten „Islamis­chen Glaubens­ge­mein­schaft“.

Adieu zur Inte­gra­tion

Die Vös­lauer FPÖ will auch nicht mehr am Inte­gra­tions-Arbeit­skreis teil­nehmen. Dr. Som­mer: „Dass nur Vertreter von Atib an diesem Arbeit­skreis teil­nehmen sollen, ist mir zu wenig. Atib hat nur 100 Mit­glieder in Vös­lau. Ich bin für Inte­gra­tion aller hier leben­den 1303 Aus­län­der, davon 674 mit türkisch­er Sprache.“

FP-Stadt­parteiob­mann Peter Ger­st­ner legt noch ein Schäuferl nach: „Die Medi­a­tion war von Anfang an eine Farce. Der vor­liegende Plan ist kein Kom­pro­miss, son­dern ein Sieg von Atib über den Willen der heimis­chen Bevölkerung. Ich darf erin­nern, dass 1600 Men­schen gegen die Moschee mit Minaret­ten und Kup­pel unter­schrieben haben. Die Mei­n­ung dieser Men­schen hat Bürg­er­meis­ter Prinz nicht vertreten, wir fordern ihn deshalb zum Rück­tritt auf.“

H.C.Strache kommt

Am kom­menden Mon­tag, dem 25. Juni, kommt FPÖ-Chef H.C. Stra­che höch­st­per­sön­lich nach Bad Vös­lau, um die Ansicht­en sein­er Partei zum The­ma „Daham statt Islam“ (FP-Slo­gan aus dem Nation­al­ratswahlkampf, Anm.) im Schloss­park kundzu­tun. (15 Uhr).

Das sagt der Stadt-Chef

Vös­laus Stadt-Chef Christoph Prinz sieht die Aktio­nen der FPÖ gelassen. Am Mon­tag wird er sich nicht anhören, was H.C. Stra­che zu sagen hat. „Er kann sagen, was er will, wir leben in ein­er Demokratie.“

Auch die Rück­trittsauf­forderung kann Prinz nicht ernst nehmen. „Das sagt Peter Ger­st­ner, ein Mann, der nicht ein­mal im Gemein­der­at sitzt und ein­er Frak­tion ange­hört, die nur ein Man­dat von 37 hat.“ Dass er die Mei­n­ung von 1600 Unter­schriften­leis­tern, die sich gegen Minarette und Kup­pel aus­ge­sprochen hat­ten, nicht vertreten habe, lässt Prinz nicht gel­ten. „Diese Leute ken­nen den neuen Plan noch nicht. Es ist jet­zt wirk­lich ein Kul­turzen­trum mit Gebet­sraum und mit stark abgeschwächter Sym­bo­l­ik.“

Der in der Medi­a­tion abge­seg­nete Plan soll auch in ein­er öffentlichen Diskus­sion vorgestellt wer­den. Ter­min noch nicht fix.

3 Gedanken zu „FPÖ: Aktion Scharf gegen neue Moschee-Pläne

  1. wir brauchen keine moschee wed­er in bad vös­lau noch sonstwo.erkennt endlich das wahre gesicht des islam wir wer­den unter­wan­dert und rot und grün hil­ft mit.
    mfg
    ballmüller chris­t­ian

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