Vöslau: Jetzt fast “unsichtbare” Minarette

Fre­itag Abend präsen­tierte Bürg­er­meis­ter Christoph Prinz gemein­sam mit ÖVP-Stadt­parteiob­mann Franz Neuhold, SPÖ-Stadträtin Elis­a­beth Schirk und Vertretern des Vere­ins Atib den Plan eines türkisch-islamis­chen Kul­turzen­trum mit inte­gri­ertem Gebet­sraum. Die Sym­bole ein­er “Moschee” sind nur noch aus der Vogelper­spek­tive erkennbar.

Die ursprüngliche ori­en­tal­is­che “Moschee” ist völ­lig umge­plant wor­den. Der Ein­gangs­bere­ich wurde anstelle der bazarar­ti­gen Arkaden offen gestal­tet und soll für alle zugänglich sein. Der Gebet­sraum (15 mal 15 Meter) befind­et sich nun im hin­teren Teil des Gebäudes und wird von ein­er Kup­pel bedeckt.

Die in Bad Vös­lau beson­ders umstrit­te­nen Minarette sind in einen Innen­hof “ver­ban­nt”, straßen­seit­ig kaum noch sicht­bar (Sie über­ra­gen das Gebäude um höch­stens einen Meter und sind — weltweit einzi­gar­tig — völ­lig aus Glas). Pro­jekt-Man­ag­er Self­et Yil­maz vom türkischen Vere­in “Atib”: “Wir woll­ten mit dieser Umpla­nung klar machen, dass wir die Sor­gen der Vös­lauer Bevölkerung ernst genom­men haben. Das neue Gebäude wird — sowohl optisch als auch von den Aktiv­itäten her — ein inte­gra­tives Pro­jekt.”

Baube­ginn soll im März 2008 sein, Fer­tig­stel­lung im Herb­st 2008. Die geplanten Kosten von 1 Mil­lion Euro sollen von Vös­lauer Türken bzw. den rund 120 Atib-Mit­gliedern finanziert wer­den — mit rund 50 Euro pro Monat und Mit­glied, auf viele, viele Jahre hin.

Im fol­gen­den ein paar Bilder von der Pressekon­ferenz und den neuen Plä­nen. Das Medi­en-Inter­esse war sehr groß, weshalb in den kom­menden Tagen wohl alle Zeitun­gen von dem neuen Pro­jekt bericht­en wer­den.

Bürg­er­meis­ter Christoph Prinz hat außer­dem eine öffentliche Pro­jek­t­präsen­ta­tion mit Diskus­sion für Mon­tag, den 2. Juli, (19 Uhr oder 19.30 Uhr im Kur­sa­lon Bad Vös­lau) angekündigt.

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Oben zeigt Bürg­er­meis­ter Prinz den neuen Plan aus der “Vogelper­spek­tive”. Die zwei Minarette sind ver­schwindend klein (der exak­te Durchmess­er ste­ht noch nicht fest) und erre­ichen eine Höhe von 13, 5 Meter. Das Gebäude selb­st soll 12,5 Meter hoch wer­den. Das neben dem Gebäude befind­liche Wohn­haus ist übri­gens 15 Meter hoch.

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So wie im Bild oben sollte die “Moschee” ursprünglich ausse­hen — klas­sisch ori­en­tal­isch.

Und so wie im Bild unten sieht sie jet­zt, am Ende des Medi­a­tion­sprozess­es, aus (eben­falls Straße­nan­sicht).

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