Fatale Alkohol-Experimente

Der 14-jährige Karl zit­terte am ganzen Kör­p­er. Er war fix und fer­tig. Dass sein „Exper­i­ment“ so aus­ge­ht, hätte er sich nicht gedacht. Seine bei­den Fre­undin­nen Lotte und Bet­ty (Namen von der Redak­tion geän­dert) lagen am Boden, der Notarzt bemühte sich um sie. Dann wur­den die Mäd­chen, eben­falls 14, ins Spi­tal gebracht.

Wie ist das, mit Alko­hol?

Was war passiert? Die drei Jugendlichen woll­ten wis­sen, wie das ist, das „Komasaufen“. Ihre Neugierde darauf soll durch die Berichte der Medi­en geweckt wor­den sein, behaupten sie. Und das, obwohl immer wieder vor der Gefährlichkeit des Alko­hols gewarnt wird.

Die drei Jugendlichen verabre­de­ten sich für 28. Juni. Bei Karl sollte der Alko­hol getrunk­en wer­den. Und zwar so viel wie möglich. Es tranken aber nur die Mäd­chen, ihr Fre­und nahm keinen Tropfen zu sich. Bin­nen ein­er Stunde waren Lotte und Bet­ty so betrunk­en, dass sie nur mehr lallen und nicht mehr ste­hen oder sitzen kon­nten.

Plöt­zlich läutete das Tele­fon. Am anderen Ende war eine Mitschü­lerin, die sofort bemerk­te was los war, als sie das unver­ständliche Lallen ihrer Fre­undin hörte. Sie eilte zum Haus von Karl und sah die Bescherung: Lotte und Bet­ty lagen reg­los am Boden, kaum ansprech­bar. Karl, nüchtern, aber vol­lkom­men verzweifelt. Am Boden standen fast leere Flaschen Vod­ka, Mal­ibu und Bac­ar­di. Schnell rief man die Ret­tung…

Karls Mut­ter, Maria B. ist erschüt­tert. „Ich befand mich noch in der Arbeit“, erzählt sie, „als mich mein Sohn anrief. Zuerst ver­stand ich gar nicht, was los war, so aufgeregt war er.“ Und weit­er: „Mein Sohn nimmt sich das Ganze sehr zu Herzen. Jet­zt sitzt er in einem Winkerl und ist noch immer ganz fas­sungs­los. Er sagte zu mir: Mama, i hob das ein­fach nim­ma im Griff gehabt“ und Maria weiter:„Er hat sich nur etwas beruhigt, als die Mut­ter eines Mäd­chen anrief und ihm von ihrer Tochter eine Nachricht über­brachte. Es gehe diesem Mäd­chen schon bess­er und er, solle sich keine Vor­würfe machen. “

Übri­gens, die bei­den Mäd­chen hat­ten inner­halb von nur ein­er Stunde Blutalko­hol­w­erte von 1,1 und 1,9 Promille.

Auch in Kot­ting­brunn…

Nur einen Tag später wur­den Ret­tung und Notarzt erneut gerufen — und wieder lan­dete ein Kind mit ein­er Alko­holvergif­tung im Spi­tal. Es war ein 14-jähriger bosnis­ch­er Staats­bürg­er. Der Bub kaufte sich in einem Baden­er Super­markt eine Flasche Jäger­meis­ter. Dann füllte er diesen Alko­hol in eine leere Flasche Eis­tee. „Damit es nicht so auf­fällt!“, war die Erk­lärung des 14-Jähri­gen bei der Polizei. Dann ging er zum Großheuri­gen nach Kot­ting­brunn. ER trank dann den Alko­hol bis er bewußt­los liegen­blieb. Heuri­gen­wirte ver­ständigten die Ret­tung.

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