Heiße Debatten um Bäume am Rathausplatz

von Anto­nia Ludikovsky

Wer glaubt, dass über den Som­mer die Gemein­de­poli­tik ruht, hat sich getäuscht. In der let­zten Gemein­der­atssitzung gab es einen Punkt, über den sich die Gemüter viel­er Leobers­dor­ferIn­nen erhitzt haben – die Neugestal­tung des Rathaus­platzes.

Der Gemein­der­at beschloss (ohne die Stim­men der Grü­nen Gemein­deräte) die völ­lige Umgestal­tung des Platzes. Dazu gehört unter anderem auch das Fällen der sehr alten Pla­tane und der Linde, ohne die sich viele Leobers­dor­ferIn­nen den Rathaus­platz nicht vorstellen kön­nen. Vor allem im Som­mer sind eben diese Bäume willkommene Schat­ten­spender, und die Bänke darunter bieten sich förm­lich an, eine kleine Ver­schnauf­pause einzule­gen. Aber wie lange wird das noch möglich sein? Mit dem Gemein­der­ats­beschluss zur Neugestal­tung wurde auch das Schick­sal der Bäume besiegelt, ABER

Nun hat sich ein — von Parteien unab­hängiges Komi­tee - gebildet, das mit Hil­fe ein­er Unter­schrifte­nak­tion den Bürg­er­meis­ter und den Gemein­der­at auf­fordern will, eine Alter­na­tiv­pla­nung zum bere­its beschlosse­nen Pro­jekt „Rathaus­platz neu“ ausar­beit­en zu lassen. „Es kann doch nicht unmöglich sein, die alten Bäume nicht in die Pla­nung mitein­beziehen zu kön­nen; die Bevölkerung kön­nte in großem Maß Ideen für die Mit­gestal­tung ein­brin­gen – man muss sie nur fra­gen. Der neue Platz soll in erster Lin­ie nicht für Ver­anstal­tun­gen dienen, vielmehr soll er der Bevölkerung als Ort der Begeg­nung dienen (das ist nicht nur bei Ver­anstal­tun­gen möglich!)“, ist der Tenor der um den Rathaus­platz besorgten Bürg­er. Schließlich hat vor 18 Jahren der damals neu gestal­tete Rathaus­platz beim Orts­bild­wet­tbe­werb des Lan­des Niederöster­re­ich die „Gold­ene Kelle“ erhal­ten. Und zwar „für das vor­bildliche Beispiel im Bere­ich der Bau – und Grün­raumgestal­tung“. Unter­schrieben hat der dama­lige Lan­deshaupt­mann Stel­lvertreter Dr. Erwin Pröll – er bewil­ligte jet­zt einen großen Teil der Mit­tel für den völ­li­gen Umbau des vor 18 Jahren noch vor­bildlich gestal­teten Platzes.

In den näch­sten Wochen wer­den daher Unter­schriften für einen „Ini­tia­ti­vantrag für die Erhal­tung der Bäume beim Rathaus­platz“ gesam­melt. Eines der Ziele ist, die Bürg­erIn­nen mit­tels ein­er Volks­be­fra­gung darüber abstim­men zu lassen, ob sie den „Rathaus­platz neu“ mit oder lieber ohne der alten Pla­tane, der Linde, und den vie­len anderen Bäu­men und Sträuch­ern für hof­fentlich mehr als weit­ere 18 Jahre für Leobers­dorf und seine Bürg­er haben wollen.

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2 Gedanken zu „Heiße Debatten um Bäume am Rathausplatz

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