Stigma?

Es ist eine Sache, von der Ent-Stig­ma­tisierung der Psy­chi­a­trie zu reden. Eine andere, damit konkret umzuge­hen. „Geheimnistuerei“ ist da wenig kon­struk­tiv. Und auch nicht die Ver­wen­dung von Aus­drück­en aus den Ur-Zeit­en der Psy­chi­a­trie.

Gerne wer­den jet­zt – im ver­ständlichen Unmut über die hatscherte Infor­ma­tion­spoli­tik — wieder Uralt-Wort­mon­ster stra­paziert. Wie zum Beispiel: „Geistig abnormer Rechts­brech­er“. Dieser Aus­druck bedi­ent dif­fuse Äng­ste und Vorurteile.

Im aufgek­lärten und weitaus präzis­eren Sinn sollte es statt dessen „psy­chisch kranker Straftäter“ heißen.

Ent-Stig­ma­tisierung begin­nt (auch) bei der Sprache, sprich: beim Nach­denken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.