Öko-Blamage oder Chance für Baden?

August 14th, 2007

Christine Witty, wir badener: „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo die Stadt und der Trabrennverein an einem Strang ziehen müssen, um etwas auf die Beine zu stellen, das Baden im Pferdesport international positioniert und somit touristisch attraktiviert. Baden-Baden in Deutschland soll hier beispielgebendes Vorbild sein. Natürlich sind es bei uns Trabrennen und nicht Galopprennen, die Furore machen sollen. Aber das Management, das Marketing von Baden-Baden gilt es, sich genauestens anzusehen. Ein großes, internationales Event pro Jahr muss das unbedingte Ziel sein. In dieses Vorhaben ist jedenfalls auch das Land Niederösterreich miteinzubinden, weil es sicherlich dessen Interesse ist, diese einzigartige Pferderennbahn Niederösterreichs entsprechend zu positionieren.“

Norbert Kreillechner, SPÖ Baden: Um die Zukunft des Badener Trabrennvereins auch finanziell abzusichern, bedarf es aus Sicht der SPÖ Baden im Vorfeld eines mittel- bis langfristigen Marketing- und Finanzplanes, gemeinsam erstellt durch sportlich orientierte Funktionäre und externe Marketingfachleute, die über den Tellerrand hinausschauen. Wenn so ein Geschäftsplan Potential zeigt, dann werden sich weder die Stadtge meinde Baden noch das Land NÖ ihrer tourismuspolitischen Verantwortung entziehen können. Vielleicht gibt es in Zukunft neben Mörbisch auch inszenierte „Operettenfestspiele auf der Badener Trabrennbahn“ verbunden mit vielen anderen Sommerattraktionen z.B. aus der Biedermeierzeit. Baden ist Bühne, Baden muss inszeniert werden - die Zeit läuft uns davon! Carnuntum, Grafenegg und viele andere sind dabei, uns zu überholen.“

Helga Krismer, Bezirkssprecherin der Grünen: „Mit dem Aus fürs Magna Racino ist eingetroffen, wovor die Grünen immer gewarnt haben: Übrig bleibt verbrannte Erde, die Umwelt wurde bereits zerstört, kein einziger Arbeitsplatz wurde geschaffen und jetzt droht zudem ein Millionenverlust. Ebreichsdorf sitzt auf einer Spielruine. Auch ein Beispiel für die verfehlte Wirtschaftspolitik der ÖVP.“

Emil Benesch, World Wildlife Fund WWF: „Während Erkenntnisse der Hydrologie, der Raumordnung und des Naturschutzes gegen das Projekt sprachen, basierte die positive Abwicklung auf rein wirtschaftlichen Versprechungen, die - wie sich nun zeigt - nicht gehalten haben. Die Betreiber werden die Verluste wahrscheinlich rasch verdauen. Der Schaden an der Natur ist jedoch nicht wieder gut zu machen“.

Entry Filed under: allgemein, bezirk baden, politik, sport

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