Rathausplatz: Grüne für Volksbefragung

Bei der Gemein­der­atssitzung am Mon­tag, dem 22. Okto­ber, gab es ein einziges großes The­ma: Die geplante Neugestal­tung des Rathaus­platzes sorgte sowohl auf­grund der Tage­sor­d­nung als auch bei der anschließen­den „Frages­tunde“ für heftige Debat­ten.

Die Bäume am Rathaus­platz (Pla­tane und Linde) bleiben erhal­ten, obwohl die Gemein­deräte im Juni mit Aus­nahme der bei­den Grü­nen das Fällen der Bäume beschlossen hat­ten.

Der Beschluss wurde am Mon­tag wieder aufge­hoben. Die Bäume wer­den in die Platzgestal­tung inte­gri­ert, gemäß dem Wun­sch viel­er Leobers­dor­ferIn­nen.

Bosch wurde umges­timmt

Schon bevor ich von der Unter­schrifte­nak­tion hörte, habe ich mich mit Baum-Experten noch ein­mal unter­hal­ten“, erzählt Bürg­er­meis­ter Bosch. Und die Experten hät­ten ihn schlussendlich überzeugt, dass es doch gut sei, die Bäume zu erhal­ten. Also wurde umge­plant. An alle Haushalte wurde eine DVD mit den neuen Plä­nen ver­schickt. Außer­dem kann man im Okto­ber und Novem­ber an jedem Mittwoch von 18 bis 19 Uhr die DVD am Gemein­deamt anse­hen.

Grüne weit­er unzufrieden

Die Grü­nen sind aber noch immer nicht zufrieden. Dies­mal stimmten die Gemein­deräte für den Erhalt der Bäume, die bei­den Grü­nen enthiel­ten sich trotz­dem. Warum?

Erdal Kalay­ci und Markus Gru­ber begrün­den ihre Posi­tion: „Die Bürg­er­beteili­gung war nicht aus­re­ichend. Wir wollen per Volks­be­fra­gung wis­sen, ob die Leobers­dor­ferIn­nen diesen Platz über­haupt so wollen.“ Die Grü­nen ver­weisen auch auf einen Ini­tia­ti­vantrag mit mehr als 600 Unter­schriften. In diesem Antrag wird eine „generelle Über­prü­fung“ der vor­liegen­den Rathaus­platz-Pläne gefordert.

Bürg­er­beteili­gung?

Bürg­er­meis­ter Bosch dazu: „Wir haben zwei oder drei öffentliche Sitzun­gen zum The­ma Rathaus­platz abge­hal­ten, aber die Leute haben sich nicht wirk­lich daran beteiligt. Ander­er­seits sind wir als gewählte Man­datare dazu da, etwas Gescheites zu machen. Wir haben es uns nicht leicht gemacht. Ursprüngliche Ideen wur­den auch wieder aufs Eis gelegt, etwa die Tief­garage oder die Idee eines Fuchs-Brun­nen. Da gab es kaum Res­o­nanz. Was den Ini­tia­ti­vantrag bet­rifft, wird nun geprüft, ob die Zahl der Unter­schriften aus­re­icht. Da haben näm­lich auch viele Auswär­tige unter­schrieben. Aber wenn der Antrag recht­mäßig ist, wer­den wir ihn in ein­er eige­nen Gemein­der­ats-Sitzung extra behan­deln.“

Offene Fra­gen

Hel­ga Rußwurm, Ini­tia­torin der Unter­schrifte­nak­tion, meldete sich in der Frages­tunde nach Ende der Gemein­der­atssitzung zu Wort. Ihrer Mei­n­ung nach gibt es viele Unklarheit­en: Kann man den Platz zukün­ftig mit dem Auto befahren? Kann die Bevölkerung noch Ideen ein­brin­gen? Kann man bei der Kirche nicht gle­ich eine fixe Allee set­zen? Was passiert mit dem großen Nuss­baum zwis­chen Kirche und Gemein­deamt? Bleibt die Bushal­testelle?

Auch wenn Bgm. Bosch und sein Vize Ramhar­ter einige Details adhoc beant­worteten, zeigen Rußwurms Fra­gen doch, dass viele Fra­gen offen sind und der ani­mierte Film auf der DVD nur eine „Skizze“ sein kann. „Wir haben ja nur den Grund­satzbeschluss gefasst, dass wir den Platz so wollen wie er nun geplant ist. Die Details fol­gen nach und nach“, sagt Bosch.

In der Diskus­sion gab es offen­bar nur eine Regel: SPÖ, ÖVP und Liste Zukun­ft gegen Grün.

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