Kein Mumm?

Bäume am Leobers­dor­fer Rathaus­platz – erst nein, dann doch ja? Wie sich die Oppo­si­tion­sparteien SPÖ und ÖVP im Leobers­dor­fer Ortspar­la­ment ver­hal­ten, ist zumin­d­est merk­würdig. Man muss sich fra­gen: Traut sich kein­er gegen Bürg­er­meis­ter Bosch?

Als Bosch im Juni beantragte, dass die Bäume am Rathaus­platz fall­en sollen, waren nicht nur seine Liste Zukun­ft, son­dern auch SPÖ und ÖVP dafür. Zwar, naja, ein bis­serl mit Bauch­weh, das schon. Aber kein­er stand auf und sagte: Nein!

Nur die zwei Grü­nen waren gegen den Baum­mord. Und wur­den prompt als Queru­lanten hingestellt…

Nun, drei Monate später, wurde (nach Druck aus der Bevölkerung) der Juni-Beschluss zurückgenom­men. Die Bäume dür­fen nun doch ste­hen bleiben. Was vorher unmöglich schien, geht jet­zt also doch. SPÖ und ÖVP macht­en den Gesin­nungswan­del der Mehrheit­sliste Zukun­ft und ihres Bürg­er­meis­ters Anton Bosch prob­lem­los mit.

Nun ist es dem Gemein­der­at hoch anzurech­nen, dass er fähig ist, im Sinne des Volkes eine ein­mal getrof­fene Entschei­dung auch wieder zurück­zunehmen.

Aber dass sich gle­ich zwei Oppo­si­tion­sparteien – nahezu kom­men­tar­los — kom­plett von der Mehrheit „gän­geln“ lassen, ein­mal gegen und kurz darauf für die Bäume, mag ich nicht ganz ver­ste­hen. Das kann ich mir nur mit man­gel­n­dem Mumm, mit Res­ig­na­tion, Desin­ter­esse oder mit Ideen­losigkeit erk­lären.

Aber immer­hin hat man einen gemein­samen Feind: die zwei Grü­nen. Die wur­den am 22. Okto­ber wieder gemein­schaftlich „ver­bal geprügelt“. Warum? Weil sie nun wegen der Rathaus­platz-Gestal­tung auch noch eine Volks­be­fra­gung wollen…

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