Brot und Spiele

Januar 26th, 2008

Schon die alten Römer wussten, wie ein Volk zufrieden zu stellen ist. Und sie meinten: Gebt ihnen „panem et circenses“ - Brot und Spiele also.

Der Spiel-Spaßfaktor ist in der Faschingszeit natürlich ausreichend gewährleistet. Es wird getanzt, geschunkelt und gelacht.

Einen (notwendigen) Kontrapunkt setzte kürzlich Caritas-Direktor Dr. Michael Landau mit seinem „Armuts“-Vortrag in Baden.

Denn eines ist auch klar: Bei weitem nicht alle können sich eine elegante Abend-Robe, teure Eintrittskarten und wohlschmeckende Getränke an der Bar leisten. Sie müssen zu Hause bleiben, weil ihnen beispielsweise die Heizkosten über die Ohren wachsen. Oder weil ihr Job gerade unsicher ist…

Die Armuts-Schere geht auf, und das spüren wir alle, auch im Bezirk, auch in der reichen Stadt Baden. Das „Brot“ wird für viele knapper, während es einige wenige immer üppiger mit Kaviar belegen können.

Dass es dann da und dort Motivationsprobleme gibt, zu einer Wahl zu gehen, ist auch klar - und eine Gefahr für die Demokratie.

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