Eltern in Sorge: Missbrauch mit Jugendkarte!

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So manche „ Jugendkarte1424“ enthält offen­bar nicht die richti­gen Dat­en. „Manche Jugendliche sind mit falschen Geburts­dat­en unter­wegs, sie machen sich ein, zwei Jahre älter und erle­ichtern sich dadurch den Zugang zu Alko­hol oder diversen Jugend-Par­ties,“ sagt Badens Stad­trat Tren­ner und zeigt Beweis­stücke vor.

Die Jugend­karte kön­nen alle Jugendlichen zwis­chen 14 und 24 kosten­los bekom­men. Sie bietet einige (auch finanzielle) Vorteile und gilt — beglei­t­end zum Jugendge­setz — auch als Alter­snach­weis bei Ver­anstal­tun­gen und auch bei Wahlen. Mehrere Eltern wandten sich an Jowi Tren­ner, als sie ent­deck­ten, dass ihre Kids mit „manip­ulierten“ Jugend­karten unter­wegs sind. Tren­ner machte auf das Prob­lem „falsche Alter­sangabe“ im Baden­er Gemein­der­at aufmerk­sam. Seine Frak­tion, die Wir Baden­er, wollte, dass Jugen­dref­er­ent Kurt Stas­ka (ÖVP) bei der zuständi­gen Jugend­lan­desrätin vorstel­lig wer­den soll, um eine bessere Über­prü­fung zu ver­an­lassen. Gemein­der­at Got­tfried Forsthu­ber von der Jun­gen ÖVP geste­ht ein, dass es Fälle von Miss­brauch geben kann, wenn bei der Ausstel­lung der Jugend­karte, etwa durch die ÖBB, vor Ort auf die Vor­lage eines Pass­es verzichtet wird. „Tren­ner soll die Fälle, die ihm bekan­nt sind, ein­fach anzeigen,“ rät Forsthu­ber.

Bess­er prüfen nötig!

Im Gemein­der­at blitzte der Wir Baden­er-Stad­trat mit seinem Dringlichkeit­santrag ab. „Bedauer­lich, dass die Bürg­er­meis­terin es nicht ein­mal wert gefun­den hat, sich die Fälle, die mir vor­liegen, anzuschauen und zu prüfen,“ sagt Jowi Tren­ner.

Grün-Gemein­derätin und Land­tagsab­ge­ord­nete Dr. Hel­ga Kris­mer meint: „Ich war immer gegen die Ein­führung dieser Karte. Bess­er hätte ich gefun­den, wenn das Land den Jugendlichen ihre kostenpflichti­gen Pässe oder Per­son­alausweise spon­sert. Dann wäre Miss­brauch gar nicht erst möglich.“

Inzwis­chen braucht man allerd­ings zur Beantra­gung ein­er neuen Jugend­karte die Kopie eines Doku­ments, das die Geburts­dat­en enthält. Die bere­its manip­ulierten Karten sind freilich zehn Jahre lang gültig.

Ein Gedanke zu „Eltern in Sorge: Missbrauch mit Jugendkarte!

  1. Schon tragisch… für so schw­er­wiegende Angele­gen­heit­en braucht es auf einen Fall einen “Dringlichkeit­santrag”!

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