Moschee: FPÖ bleibt auf Crash-Kurs

So wird die mod­erne Fas­sade der über­ar­beit­eten Vös­lauer Moschee ausse­hen. Die Bauar­beit­en haben bere­its begonnen.

Die “neue” Moschee aus der Vogelper­spek­tive. Foto: www.diepresse.com

Die FPÖ bleibt bei ihrem Moschee-Crashkurs. Das verkün­de­ten unisono am Mon­tag, dem 21. April, Parteiob­mann H.C. Stra­che und Badens FP-Bezirk­sob­mann Daniel Jäger­bauer bei ein­er Pressekon­ferenz im Par­la­ment. „Die Qual­ität der Vös­lauer Gemein­de­poli­tik ist mit der von Sim­bab­we und Tim­buk­tu ver­gle­ich­bar,“ schoss Jäger­bauer, selb­st Vös­lauer, scharf.

Abge­se­hen von schar­fen Worten gab es aber wenig Neues zum The­ma Moschee. Daniel Jäger­bauer kri­tisierte (ein­mal mehr), dass bei einem Stra­che-Auf­marsch im Vor­jahr seit­ens der Vös­lauer Gemein­de­führung Fotos von den Teil­nehmern gemacht wor­den seien. „Überwachungsmeth­o­d­en a la Sim­bab­we“ – sagte der FPÖ-Mann. Des weit­eren kri­tisierte er (erneut) die Verquick­ung der Liste Flam­mer-Poli­tik, des Banken­we­sens und der Wirtschaft bei der Pla­nung und bei der Kred­itver­gabe für die Moschee. Außer­dem erin­nerte er daran, dass 1600 Unter­schriften von der Gemein­de­führung „ignori­ert“ wor­den seien.

Diese Unter­schriften hat­ten sich gegen die Pla­nung ein­er ori­en­tal­is­chen Moschee mit Kup­pel und Minaret­ten gewen­det. Dieser Plan wurde später in ein­er Medi­a­tion ver­wor­fen.

Doch auch mit der „neuen Vari­ante“ – ein­er mod­er­nen Moschee fast ohne Minarette und weit zurück­ver­set­zter, kaum sicht­bar­er Kup­pel – ist die FPÖ nicht ein­ver­standen. Denn: „Moscheen sind weit mehr als spir­ituelle Baut­en. Hier gibt es Schulen, Einkauf­szen­tren und vieles mehr!“ (H.C. Stra­che). Jäger­bauer befürchtet einen Aus­bau der Par­al­lelge­sellschaft, und das sei kon­trapro­duk­tiv für die Inte­gra­tion. So kön­nte Bad Vös­lau Tim­buk­tu wer­den. (Tim­buk­tu ist Welthaupt­stadt der islamis­chen Kul­tur, Anm.). „Moscheen-Wild­wuchs wollen wir nicht,“ bekräftigt H.C. Stra­che.

Seine Partei tritt nun für ein bun­desweites Gesetz ein, das den Bau neuer Moscheen regeln soll. Ein solch­es Gesetz gibt es bere­its in Vorarl­berg. Darin wird eine neue Wid­mungskat­e­gorie namens „pub­likum­swirk­same Ver­anstal­tungsstät­ten“ geschaf­fen, nicht nur für mus­lim­is­che und andere Sakral­baut­en, auch für Diskotheken oder Einkauf­szen­tren im bebaut­en Gebi­et. Wer kün­ftig in Vorarl­berg ein Minarett bauen will, braucht eine Son­der­wid­mung der Gemein­de­v­ertre­tung. Wom­it die Bürg­er­beteili­gung aufgew­ertet wird.

Mit Bar­bara Rosenkranz hat jet­zt in der Lan­desregierung eine „Blaue“ das Bau-Ressort über­nom­men. Islam-kri­tis­che Sig­nale aus der Lan­despoli­tik (Bischof Küng, „Artfremd“-Sager von Lan­deshaupt­mann Pröll) gibt es ja einige.

Der Vös­lauer Stadtchef Christoph Prinz blickt mit leichter Ironie nach St. Pöl­ten: „Mal sehen, was Rosenkranz zus­tande bringt! Kri­tisieren ist immer leicht. Unser Weg der Medi­a­tion war der richtige.“

Indessen haben für den Moschee-Bau die Erdaushub-Arbeit­en begonnen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.