Rudolf Goessl zum 77iger

Der Maler Rudolf Goessl ist 77

Dem großen Maler, der heuer seinen 77. Geburt­stag feiert,  wid­met die Galerie Jünger in Baden vom 20. April bis zum 14. Juni eine repräsen­ta­tive Per­son­ale.

Die Ausstel­lung konzen­tri­ert sich dabei auf eine Rei­he von Bildern, die der gebür­tige Kro­n­berg­er in den let­zten Monat­en geschaf­fen hat.

Ohne im stren­gen Sinn ein­er Serie anzuge­hören, scheinen die Arbeit­en den­noch aufeinan­der bezo­gen und zeich­nen für den Betra­chter ein­drucksvoll die Stim­mungswech­sel eines grüb­lerischen Geistes nach. Die Gedanken kreisen um die wesentlichen Fra­gen des Seins und den Sinn des Verge­hens, Tod und Wiederge­burt, wobei opti­mistisch hell­far­bige Phasen auf schw­er­mütig ver­dunkelte fol­gen — ein Auf und Ab sub­jek­tiv­er Befind­lichkeit­en.

In der Palette des Kün­stlers man­i­festiert, ja mate­ri­al­isiert sich ger­adezu das Licht – wird zum Syn­onym der jew­eils gezo­ge­nen Erken­nt­nis.

Dieses Rin­gen bleibt jedoch nicht nur als per­sön­lich­er Kampf des Kün­stlers nachvol­lziehbar, son­dern es gelingt Rudolf Goessl jen­er Grad an Ver­all­ge­meinerung, der es dem Rezip­i­en­ten ermöglicht, die eige­nen Fragestel­lun­gen in dieser abstrak­ten, kon­tem­pla­tiv­en Bild­sprache wiederzufind­en.

In der Wahrhaftigkeit der Kun­st liegt ein erster Ansatz zum Ver­ständ­nis der Welt.

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