Arthur-Schnitzlers “Reigen” in Baden

Die drei Lion­sclubs der Region um Baden haben sich entschlossen, die Schnit­zler-Tra­di­tion in Baden fortzuführen. Zum Auf­takt wird im Kaiser Franz Josef-Muse­um der leicht unmoralis­che „Reigen“ gespielt.

In dem Stück geht es um die Wech­sel­haftigkeit der Liebe. Die Schaus­pielerin und der Graf, der Graf und die Dirne, die Dirne und der Sol­dat… Zehn Szenen beleucht­en ero­tis­che Beziehun­gen, in immer anderen Kon­stel­la­tio­nen, mit wiederkehren­den Per­so­n­en. Zu Schnit­zlers Zeit­en war dieses „Bäum­chen, wech­sle dich“-Spiel ein Aufreger. Heute amüsieren die amourösen Ver­wirrun­gen eher. Den­noch: „Der Reigen“ ist ein „Klas­sik­er“ der Bühne.

Die Bühne ist dies­mal das neu eröffnete Kaiser Franz Josef-Muse­um, hoch über Baden. In der Regie von Franz Schiefer (auch bekan­nt von der Ama­teur­gruppe „amaKult“ in Kot­ting­brunn und vom Sog.Theater Wr. Neustadt) spie­len neun Schaus­pielerIn­nen, zum großen Teil bühnen­er­fahrene Laien.

Die zehn Szenen wer­den zeit­ver­set­zt in den fünf Räu­men des Muse­ums gespielt. Die ZuschauerIn­nen wan­dern — geführt von einem „Guide“ von Raum zu Raum.

Da jed­er Raum nur etwa 30 Per­so­n­en fasst, wer­den alle Szenen zeit­gle­ich begonnen. Das heißt: Eine Zuschauer-Gruppe begin­nt bei Szene 1, eine andere bei Szene 2 und so weit­er. Jede Szene dauert etwa sieben Minuten, dann wan­dert man weit­er.

Am Ende sollen alle in den Genuss der zehn schlüpfrigen Szenen gekom­men sein.

Um den Ein­trittspreis von 38 Euro bekommt man im Kaiser Franz Josef-Muse­um auch ein Getränk und den „The­aterteller“ serviert.

Ein­führende Worte kom­men an jedem Abend von Badens Bürg­er­meis­ter a.D., August Breininger, selb­st schon sehr büh­nen-erfahren.

Wir wollen auch in den kom­menden Jahren die Schnit­zler-Tra­di­tion in Baden fort­führen,“ betont Ing. Har­ald Lap­pel vom Lion­sclub. Diese Tra­di­tion wurde ja mit den Freiluft-Auf­führun­gen in der Vil­la Hahn in Baden vor eini­gen Jahren begonnen. Deren Ini­tia­tor, Dieter O. Holzinger, ver­starb über­raschend im Herb­st 2006, wodurch dieser neuen Ver­anstal­tungsrei­he ein jäh­es Ende geset­zt wurde. Holzinger hat heuer posthum den Baden­er Kul­tur­preis 2007 ver­liehen bekom­men.

Der Erlös aus dem Karten­verkauf dient weit­eren Saal-Erneuerun­gen im Kaiser Franz Josef-Muse­um. Karten unter 02252/22600–600 und 02252/48403

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