“Erhöhung ist eine Sauerei!”

August 14th, 2008

„Die geplante Wassergebührenerhöhung ist eine Sauerei, absolut unnötig!“ meldet sich der Leobersdorfer Bürgermeister Anton Bosch zu Wort.

Jahrelang saß er im Kontrollausschuss des Wasserleitungsverbandes (WLV) und hat daher einen Einblick in die – durchaus satte - Vermögenslage bekommen. Es gibt 7 Millionen Euro Rücklagen. In dem Verband sind 29 Gemeinden der Region zusammengeschlossen, vertreten durch die jeweiligen Bürgermeister.

Die Wasserpreiserhöhung von 0,75 Euro auf 0,80 Euro (ab Jänner 2009) wurde in der Vollversammlung beschlossen, mit einer einzigen Stimmenthaltung. Die kam aus Leobersdorf und stammte von Vizebgm. Andreas Ramharter. Insgesamt ist Wasser ab 2009 um mehr als ein Drittel teurer als noch 2006!

Liste Zukunft-Bürgermeister Anton Bosch hat sich vor einigen Jahren aus dem Verband zurückgezogen, im Ärger: „Obwohl im WLV die Mehrheit sozialdemokratische Bürgermeister sind, konnte ich kein soziales Gewissen erkennen, auch nicht beim Obmann des Verbandes, dem Traiskirchner Vizebürgermeister Franz Gartner.“

Bosch findet es völlig unnötig, diverse Investitionen (z.b. Gebäude-Bau) sofort in bar zu bezahlen. „Man kann durchaus auch längerfristig zurückzahlen, und hat dann immer genug Reserve! Man muss auf die Lage der Menschen nur Rücksicht nehmen WOLLEN, dann geht es! Aber schon unsere Regierung hat Unfähigkeit bewiesen, irgendetwas gegen die Inflation zu tun, und im kleinen Rahmen funktioniert es eben auch nicht besser!“

Bosch will das rein wirtschaftlich nicht verstehen, denn: „Unser Verband ist in der glücklichen Lage, kein Wasser zukaufen zu müssen. Wir verkaufen nur. Wir hätten es also in der Hand, einmal zu sagen, okay, wir setzen die Gebührenerhöhungen eine Zeitlang aus!“

Immerhin waren zuletzt – 2006 – die Gebühren um gleich 25 % hinaufgeschnalzt worden.

Anton Bosch verweist auf das Gebühren-Management in seiner Gemeinde Leobersdorf: Hier wurden seit 14 Jahren die Kanalgebühren nicht erhöht. Das nötige Geld wird durch viele neue Anschlüsse hereingebracht. Bosch abschließend: „Und außerdem haben wir im Gemeinderat beschlossen, unseren Bedürftigen 75 Euro als Inflations-Ausgleich zu schenken. Und wenn da einer 15 Euro über der Einkommensgrenze liegt, dann bekommt er das Geld auch.“

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Entry Filed under: bezirk baden, leobersdorf, politik

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