Filmtipp: Das Arrangement

DAS ARRANGEMENT por­traitiert vier junge Men­schen aus Wien: Sie alle stam­men aus türkischen Fam­i­lien. Jeder von ihnen ver­sucht auf seine Art, trotz der großen Diskrepanz zwis­chen dem stren­gen, kon­ser­v­a­tiven Eltern­haus und der Frei­heit, die ein Leben in einer europäis­chen Großs­tadt bietet, seine Vorstel­lun­gen von Glück zu ver­wirk­lichen.

Arrang­ierte Hochzeiten gehören allerd­ings auch für sie zur Real­ität: Die Medi­zin­stu­dentin Ser­pil beharrt — ganz im Gegen­satz zu ihren Brüdern — darauf, ihre eigene Wahl tre­f­fen zu kön­nen, weiß aber, dass etwa die Entschei­dung einen Öster­re­icher zu heiraten den Bruch mit ihrer Fam­i­lie bedeuten kön­nte. Gülüm­ser hinge­gen kennt ihren Zukün­fti­gen ger­ade mal ein paar Tage, findet ihn aber nett und hätte ohne­hin gerne „jeman­den für sich“. Sie willigt in die arrang­ierte Hochzeit ein, auch um sich der Kon­trolle ihrer Eltern zu entziehen. Serap wurde als sehr junges Mäd­chen gegen ihren Wil­len ver­heiratet, die Flucht vor ihrem gewalt­täti­gen Mann gelang ihr damals nur über ein Frauen­haus.

Credits

Buch und Regie: Nathalie Borg­ers
Kam­era: Johan­nes Ham­mel
Ton: Elis­a­beth Tan­rikulu
Schnitt: Marie Da Costa
Musik: Rainier Leri­co­lays
Pro­duk­tion­sleitung: Andrea Minauf, Mar­lène Van­thuyne
Pro­duzen­ten: Johan­nes Rosen­berger, Lucie Pas­tor

Im Anschluss an den 52 Minuten lan­gen Film steht Ayse Basari, eine Mitar­bei­t­erin der Beratungsstelle Ori­ent Express für Fra­gen zum Thema Zwang­sheirat zur Ver­fü­gung. Außerdem wird es einen Mate­ri­alien­tisch geben.

Ort: Cin­emagic-Kino, 1010 Wien, Friedrich­straße 4.

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