Inflations-Hauptstadt oder Sozial-Oase?

Deftige Worte find­et WN Aktiv Gemein­der­at Wolf­gang Haber­ler zum Gebühren­haushalt. Er spricht von der „Infla­tions-Haupt­stadt“ Wr. Neustadt. Nicht min­der wort­faul kon­tert Sozial­stadträtin Ingrid Weiss: „Das ist abso­lut graus­lich­er Pop­ulis­mus!“

In den let­zten drei Jahren sind die Gebühren in Wiener Neustadt explodiert!“ kri­tisiert Wolf­gang Haber­ler. Er spricht von der „Müller­schen Infla­tion­srate“, die die höch­ste der 2. Repub­lik sei. Konkret kri­tisiert er die Mieten-Explo­sion im Gemein­de­bau, aber auch die Tar­ifer­höhun­gen in den Bere­ichen Kanal, Wass­er und Müll. „Alles zusam­men ergibt für die let­zten Jahre eine Infla­tion­srate von 13 %, beim Müll allein gab es Steigerun­gen von 36 %!“ erläutert Haber­ler. Und damit ist für ihn die „Allzeit Getreue“ die „Infla­tion­shaupt­stadt von Öster­re­ich“.

Finanzs­tadträtin Ingrid Weiss (SPÖ) run­zelt die Stirn. „Was Haber­ler sagt, ist abso­lut graus­lich­er Pop­ulis­mus.“

Der Ver­gle­ich macht Weiss sich­er. Sowohl beim Wass­er, als auch bei der Kanalein­mün­dungs­ge­bühr und beim Müll ist Wiener Neustadt im Ver­gle­ich mit den Städten Krems und St. Pöl­ten ger­adezu eine Sozial-Oase. Weiss nen­nt Beispiele: „Wass­er kostet bei uns pro Kubik­me­ter 97 Cent, in Krems 1,31 Euro und in St. Pöl­ten 1,03 Euro. Die Kanalein­mün­dungs­ge­bühr liegt in Wr. Neustadt bei 13,20 Euro exkl. Steuern, in Krems bei 15,45 Euro und in St. Pöl­ten bei 13,71 Euro. Die 120 Liter-Müll­tonne kostet bei uns 74,50 Euro, in Krems 184,80 Euro und in St. Pöl­ten 114,98 Euro.“ Weiss geste­ht allerd­ings zu, dass es in den let­zten Jahren zu Gebühren­er­höhun­gen gekom­men sei. „Weil wir so lange gar nicht erhöht haben und immer extrem gün­stig waren.“ Für 2008 und 2009 wurde in Wr. Neustadt allerd­ings ein Gebühren-Stopp beschlossen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.