Kevin ist Österreichs jüngster Hubschrauber-Pilot

November 3rd, 2008

Kevin Höfer mit seinem Fluglehrer Markus Hönigsperger

„Ich war immer schon ein Hubschrauber-Narr,“ sagt Kevin Höfer. Und jetzt ist der 16-Jährige aus Leobersdorf Österreichs jüngster Hubschrauber-Pilot.

Am Samstag, dem 1. November 2008 zu Mittag, landet am Flugplatz Bad Vöslau ein Hubschrauber der Fa. Hubi-Fly. Drin sitzt Kevin und hat gerade seinen einstündigen Prüfungsflug erfolgreich bestanden, der ihn von Wr. Neustadt nach Bad Vöslau führte. „Ich musste zeigen, dass ich ein Notlandeverfahren durchführen oder die Flughöhe halten kann – und noch einiges mehr,“ berichtet Kevin. 40 Flugstunden hat er bis zu dieser Prüfung absolviert, sieben Stunden saß er auch bereits allein im Flieger. Sein Prüfer Hans Schlager zeigt sich beeindruckt: „Ich bilde auch die Flugschüler des Bundesministeriums aus. Aber so ein Gefühl für den Hubschrauber wie der Kevin hat – das findet man nicht alle Tage.“

Kevins Fluglehrer war Markus Hönigsperger. Auch für ihn war es eine Freude, die Begeisterung des jungen Leobersdorfers mitzuerleben.

Diese Begeisterung für Hubschrauber begann übrigens schon früh. „Mit 12 Jahren ist Kevin schon mit dem Rad nach Vöslau gefahren und wollte bei Hubi-Fly arbeiten, einfach, um in der Nähe seiner geliebten Hubschrauber sein zu können,“ erinnert sich Kevins Vater. Doch es wurde nichts mit dem Job, denn Kevin war noch zu jung. Irgendwann hat sich das ständige Bitten und Betteln dann doch gelohnt: In den Ferien durfte Kevin unentgeltlich Hubschrauber putzen und ist so seinem großen Traum immer näher gekommen.

Schließlich begann er eine Ausbildung an der HTL für Flugzeugtechnik in Eisenstadt, die er aber dann zugunsten einer praktischen Ausbildung abgebrochen hat. Heute lernt er Werkzeugbautechnik bei der Fa. Fischer AG in Ebreichsdorf. Und der Pilotenschein, den er jetzt in der Tasche hat, ist ihm nicht genug. Er will sich weiter zum Berufspiloten und Fluglehrer ausbilden lassen.

Das bedeutet? „Noch weitere 140 Flugstunden absolvieren!“ seufzt sein Vater. Denn eine Flugstunde ist „nicht gerade billig“. Aber: „Der Kevin hat dann neben seiner Lehre auch noch eine zweite Berufsausbildung, und das ist heutzutage auch viel wert!“

Und die Mama, Silvia Höfer, hat sie nicht ein bisserl Angst um ihren Junior, der sich so gerne in der Luft herumtreibt? „Nein, gar nicht,“ sagt sie. „Wir freuen uns, dass der Kevin eine solche Begeisterung in sich trägt!“

Übrigens: Erst mit 17 wird Kevin sein jetzt erworbener Pilotenschein tatsächlich ausgehändigt. Denn ähnlich wie beim Autofahren gibt es auch ein Mindestalter für Hubschrauberpiloten.

Entry Filed under: allgemein, leobersdorf

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