Elektro-“Schock” in Baden

Dass ein Gast seinen Wirt in Baden kranken­haus­reif geschla­gen hat, sorgt nun für große Aufre­gung in der städtis­chen Poli­tik. Die ÖVP äußerte eine ungewöhn­liche Idee: Sie schlug den Gebrauch von soge­nan­nten Tasern oder Elek­troschock-Geräten vor. Das empört nun den Vor­sitzen­den der SPÖ Baden, Stad­trat Markus Ried­may­er.

Er schreibt: „Angesichts der von Amnesty Inter­na­tion­al veröf­fentlicht­en Dat­en, wonach durch Taser-Ein­sätze in den USA seit 2001 334 Men­schen star­ben, klingt diese Forderung des ÖVP-Stadt­parteiob­mann-Stel­lvertreters GR Sti­ast­ny wie eine gefährliche Dro­hung. Will er damit Wild-West-Meth­o­d­en ein­führen? Eigentlich hätte ich ihn für vernün­ftiger gehal­ten“, so der SPÖ-Poli­tik­er in ein­er ersten Reak­tion.

Wahrschein­lich weiß Sti­ast­ny gar nicht, was er da fordert und welche Fol­gen ein Taser-Ein­satz haben kann. Dies­bezüglich hätte sich die Baden­er ÖVP bess­er erkundi­gen müssen, ehe sie ihren Obmann-Stel­lvertreter mit solchen Forderun­gen an die Öffentlichkeit treten lässt“, meint Ried­may­er weit­er.

SPÖ-Sicher­heitssprech­er GR Rudolf Teuch­mann rät generell davon ab, dass Pri­vat­per­so­n­en Taser oder andere Abwehrmit­tel (z.B. Trä­nen­gassprays) ver­wen­den, da die Abwehr mit diesen Mit­teln eine stärkere Gegen­wehr bewirken. „Der Effekt kön­nte dadurch der Gegen­teilige sein“, warnt Teuch­mann.

Abschließend fordert Stad­trat Mag. Ried­may­er Bürg­er­meis­terin Aden­samer und ÖVP-Obmann Hornyik auf, sich von dem gefährlichen Ansin­nen des ÖVP-Stadt­parteiob­mann-Stel­lvertreters, GR Ing. Sti­ast­ny, zu dis­tanzieren.

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