Hin & Her: Unterhaltsam, nicht mehr
März 26th, 2009

Wirtschaftskrise. Asyl-Problematik. Ödön von Horvath thematisierte dies 1933 in seiner Posse „Hin und Her“. Ein Stück, das heute so aktuell ist wie einst. Trotz des unterschwelligen Zynismus mutet Hin und Her aber heute auch harmlos an.
Hermann J. Kogler brilliert als Ferdinand Havlicek, der zwischen zwei Ländern hin und her geschoben wird. Geboren ist er in dem einen Land, aufgewachsen in dem anderen. Die Frage der Zuständigkeit ist nicht gelöst. So wird Havlicek zum „Briefträger“ zwischen den Grenz-Organen, die sich gegenseitig Freundliches und Unfreundliches ausrichten lassen. Kogler spielt den Hin- und Her-Geschobenen als Mann ohne böse Absichten, mit dem man Mitleid haben kann.
In ihren Rollen gehen außerdem Leandros Caras (als gelangweilter Grenz-Beamter Szamek) und Wolfgang Lesky (als zwischen Hoffnung und Überdruss schwankender Fischer auf der Brücke im Niemandsland) auf.
Temporeich und komödiantisch inszeniert Rüdiger Hentzschel diese Posse mit (wenig) Gesang und sorgt so für einen unterhaltsamen Theaterabend. Nicht mehr und nicht weniger. Jedenfalls genug, um bei der Premiere Jubel auszulösen.
Gespielt wird noch von 26.-28. und am 31. März sowie von 2. bis 4. April, jeweils um 19.30 Uhr.
Karten: 02236/42999
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