Zittern um Bäume in Wr. Neustadt

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Im Bild: Der Grüne Hans-Peter Plan­itzer als Baums­pion. Über­all, wo ein roter Punkt drauf ist, droht das Umschnei­den. Plan­itzer ersucht die Bevölkerung, den Grü­nen alle roten Punkte zu melden!

9000 Bäume gibt es in Wiener Neustadt. Um ihren Erhalt zit­tern nun die Grü­nen. „Kein Grund zur Sorge“, sagt der Umwelt-Stad­trat. In den let­zten Tagen wur­den etliche Bäume aus „prak­tis­chen Grün­den“ umgeschnit­ten, kri­tisiert Grün-Gemein­derat Hans-Peter Plan­itzer.

 

Beispiel 1: Lange Zeit waren Bäume in der Beethoven-Allee hin­ter der Theatergarage/Zielpunkt mit einem roten Punkt gekennze­ich­net — diese Markierung zeigte an, dass die Bäume umgeschnit­ten wer­den soll­ten — als Verkehrshin­dernisse. Ein Teil der Anrainer dort will über­haupt, dass die ganze Allee gerodet wird. Tat­säch­lich wur­den am Mon­tag dieser Woche zwei gesunde Bäume gefällt. „Es wird Neupflanzun­gen geben,“ sagt Umwelt­stad­trat May­er­hofer, der außerdem „defin­i­tiv ein Umschnei­den der ganzen Allee nicht genehmi­gen“ wird.

 

Beispiel 2: Am Dom­platz wur­den beste­hende Bäume umgeschnit­ten. „Weil man Platz für die Bau­con­tainer brauchte…“, sagt Plan­itzer. „Unsinn,“ erwidert May­er­hofer. Er ver­weist auf ein Konzept der Neubepflanzung am Dom­platz. Dieses sieht — so Stadt­garten-Leiter Ing. Dallinger — ein Wäld­chen aus zehn Bäu­men beim Fuchs-Brun­nen vor. Die schöne alte Fas­sade der Prob­stei wird herg­erichtet und soll später nicht durch Bäume verdeckt wer­den.

 

Beispiel 3: Auch auf dem Pri­vat­grund­stück neben der Sta. Chris­tiana-Schule wur­den zuletzt Bäume umgeschnit­ten. Dort befinden sich auch zwei Pla­ta­nen, die als Natur­denkmal gewid­met sind. Anrainer und Baum­schützer befürchten, dass auch diese wertvol­len Naturgüter fal­len kön­nten. Der Eigen­tümer, die Erste Bur­gen­ländis­che Sied­lungsgenossen­schaft — beteuert, dass man die Pla­ta­nen erhal­ten wird.

 

Hans-Peter Plan­itzer traut dem Frieden nicht: Er fordert jetzt von der Stadtregierung, dass sämtliche Natur­denkmäler mit der entsprechen­den Etikette verse­hen wer­den müssen.

Stadt­garten-Leiter Ing. Dallinger: „Vom Land wer­den dem­nächst neue Plaket­ten aus­gegeben, dann wer­den wir die 16 Naturschutz-Denkmäler in der Stadt wieder entsprechend kennze­ich­nen.“

 

wn.gruene.at

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