Der Zauber der Verwandlung
Juni 18th, 2009

Foto: Fischapark
Vorher - Nachher: Großes Interesse gab es für die „Verwandlungs-Show“ im Fischapark. Einer der Kandidaten war Günther Lechner (40) aus Neudörfl. Das Interview über seine Erfahrungen wurde eine danach geführt.
Welcher Teufel hat Sie geritten, sich bei der Vorher-Nachher-Show zu bewerben?
Günther Lechner: Gar kein Teufel, ich war einfach neugierig. Und ich hatte einen Haarschnitt dringend nötig. Außerdem habe ich geglaubt, dass ich sowieso nicht dran komme, und dass schon vorher ausgemacht wurde, wer da auf die Bühne kommt.
Dem war dann doch nicht so. Hatten Sie Lampenfieber vor der großen Verwandlung, die sich ja innerhalb einer Stunde vor den Augen des Publikums vollzogen hat?
Lechner: Ich hab dem Team, das da an mir gearbeitet hat, voll vertraut. Musste ich auch. Ich selbst hab ja weder gesehen, welche Farbe ich ins Haar bekam, wie der Schnitt war, welche Bekleidung für mich ausgesucht wurde, welcher Schmuck und so weiter und sofort… Ich hatte volles Vertrauen, dachte mir Hop oder Drop.
Und wie war dann der erste Blick in den Spiegel, vor dem Publikum? Was waren Ihre ersten Gedanken?
Lechner: Aha, blond - das hab ich mir gedacht. Ich habe ja als Jugendlicher auch viele verschiedene Haarfarben getragen - aber jetzt hätte ich mich eher in die Kategorie Schwarz eingeordnet.
Bleiben Sie jetzt bei dem Kurzhaarschnitt?
Lechner: Über den Sommer auf jeden Fall, es ist ja praktisch. Und die blonden Strähnchen, die mir nicht sooo gefallen, die werde ich rauswachsen lassen.
Wie waren Sie mit Ihrem sonstigen Styling zufrieden?
Lechner: Dass man ein hellblaues Hemd für mich gewählt hat, hat mich überrascht. Ich habe zuletzt immer nur gedämpfte Farben getragen. Jetzt würde mir auch zum Beispiel Gelb gefallen.
Werden Sie Ihr Outfit nun dauerhaft verändern?
Lechner: Ich glaube eigentlich nicht. Aber andererseits habe mich gerade vorhin dabei ertappt, dass ich jetzt gezielt ein hellblaues Polo-Shirt suche. Das hätte ich vorher nicht getan. Ansonsten gefällt mir Markenbekleidung zwar, aber ich bin nicht bereit, Unsummen dafür auszugeben.
Haben die Stylisten Ihren Geschmack prinzipiell getroffen? Waren Sie mit Ihrer Verwandlung zufrieden, im Rückblick betrachtet?
Lechner: Ja - bis eben auf die blonden Strähnchen und bis auf den blauen Schal, den sie mir umgewickelt haben. Das ist nicht ganz meins.
Als Sie dann mit dem neuen Haarschnitt in die Firma kamen, waren Sie da unsicher, wie es wirken würde?
Lechner: Nein - es war auch relativ unspektakulär. Die erste Frage lautete schlicht „Warst du beim Friseur?“
Und was sagten Ihre Frau und Ihr Sohn?
Lechner: Mein Sohn war ja bei der Verwandlung auf der Bühne dabei, ihm habe ich gut gefallen. Meine Frau musste arbeiten, ihre ersten Worte waren: Ja, passt eh.
Wie haben Ihre Bekannten auf Ihre Teilnahme an der Vorher-Nachher-Show reagiert?
Lechner: Also 95 % haben meinen Mut bewundert, es ist ja schließlich auch ein gewisses Risiko, weil ich ja nicht mitreden durfte und nicht wusste, wie ich nachher aussehen werde. Die meisten meiner Bekannten hätten sich nicht getraut.
Halten Sie Styling für wichtig - auch für Männer?
Lechner: Ja. Es ist für das gesamte Auftreten wichtig. Weil man ja weiß, dass der erste Eindruck oft bestimmt, wie sich etwas weiter entwickelt.
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