“Versetzungs-Krimi” mit Happy End
Juli 3rd, 2009

Die Leherin Nora Spitzl an der Arbeit. Ab September darf sie nun doch nach Wiener Neustadt.
Schulschluss. Die Kids haben wieder ein Jahr überstanden und freuen sich auf die Ferien. Doch für manche Lehrer ist es die Zeit des großen Zitterns. Wo wird mein Dienstort nächstes Schuljahr sein? Diese Frage stellte sich auch die Wiener Neustädterin Leonore Spitzl.
Die 37-jährige ausgebildete Hauptschullehrerin mit den Fächern Deutsch und Biologie unterrichtete heuer am Poly in Mödling. Sie war mit den Bedingungen dort nicht zufrieden und beantragte daher ihre Versetzung nach Stadt oder Bezirk Wiener Neustadt. Hier wohnt sie ja auch. „Was kam, war ein ständiges Hin und Her“, erzählt sie den WNN. „Einmal wurde ich sogar von Bezirksschulinspektor Grobner zu einem Gespräch eingeladen - will heißen, es gab für mich einen Job in der Stadt. Drei Stunden später wurde das Gespräch abgesagt.“
Dann war wieder Funkstille. Bezirksschulinspektor Grobner versteht den Unmut der Lehrerin und betonte vor wenigen Tagen: „Gerade jemanden mit ihrer Fächerkombination würde ich noch brauchen! Die Entscheidungen trifft aber der Landesschulrat.“
Bei Versetzungen werden jedoch LehrerInnen mit längerer Dienstzeit bevorzugt, erläutert Regierungsrat Willibald Schabauer. Er ist als Regional-Manager für die Bezirke Wiener Neustadt und Neunkirchen zuständig. 50 Versetzungen, so viele wie schon lange nicht, mussten heuer gemanagt werden. „Dabei sind Lehrerinnen zum Zug gekommen, die sich schon seit Jahren um eine Versetzung in die Region bemühen und wo dies lange nicht möglich war, weil bisher immer nur wenige Posten frei waren. Frau Spitzl ist erst seit einem Jahr im Dienst.“
Happy End am Montag
Doch am Montag dieser Woche klingelte bei der 37-Jährigen das Telefon. Sie wurde wieder zu einem Gespräch bei Bezirksschulinspektor Grobner eingeladen - und diesmal wurde das Gespräch nicht mehr abgesagt: „Ich bekomme einen Job an der Sporthauptschule,“ freut sich Spitzl über das Happy-End ihres „Versetzungs-Krimis“.
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