Die “Gretel” im Interview

K  Reichert1

 

Am 21. Novem­ber ist es soweit: Die Pre­miere von Humperdincks Oper „Hänsel und Gre­tel“ wird im Stadtthe­ater Baden Pre­miere haben — und wie jedes Jahr ein Mag­net für Jung und Alt aus der ganzen Region sein. Pub­likum­sliebling Kat­ja Reichert singt die Gre­tel. Vorstel­lun­gen gibt es bis 20. Dezem­ber. Im ABC-Inter­view ver­rät die sym­pa­this­che „Gre­tel“, dass sie nicht jodeln kann, obwohl sie doch gebür­tige Schweiz­erin ist…Und sie sagt schon jet­zt: „Die böse Hexe ist gegen Hänsel und Gre­tel chan­cens­los…!“

Applaus: Davon möchte ich mein Glücks­ge­fühl nicht abhängig machen, ist aber manch­mal leichter gesagt als getan.

Bühne Baden: Ach, Sie meinen das Stadtthe­ater?

Charak­ter: …dazu sollte mir etwas ein­fall­en, tut es aber nicht. Vielle­icht spiele ich darum so gerne Rollen?

Durst: nach Neuem, immer. Außer­dem sollte man viel Wass­er trinken.

Ein­samkeit: Kenne ich glück­licher­weise nicht.

Fernse­hen: Entspan­nt mich manch­mal. Kann aber auch paralysieren.

Gre­tel: Ist mir sehr ans Herz gewach­sen.

Hexe: Die hat keine Chance gegen uns.

Illu­sion: Wel­truhm und Unfehlbarkeit.

Jodeln: Kann ich nicht, ehrlich. In Ameri­ka wollte mir das nie­mand glauben.

Kinderthe­ater: Das ehrlich­ste Pub­likum.

Lieblings­buch: Max Frisch: Homo Faber.

Märchen: und die Moral von der Geschicht? Ist aber manch­mal gar nicht so ein­deutig und kann zum Nach­denken anre­gen.

New York: War für mich sehr befreiend. Man kann alles aus­pro­bieren und nie­mand küm­mert es wirk­lich. Für andere wäre das vielle­icht frus­tri­erend, aber ich habe es gebraucht um meine Hem­mungen abzubauen.

Operette: Ist auf dem Weg vom Musi­cal in die Oper das per­fek­te Fach für mich. Man braucht Spiel­freude und Bewe­gungstal­ent, dazu die klas­sisch aus­ge­bildete Stimme…

Pun­schhütte: Win­ter, Gemütlichkeit… hof­fentlich habe ich dafür Zeit dieses Jahr!

Qual: Nie genug Zeit für alle Inter­essen zu haben. Aber so lange das mein größtes Prob­lem ist, bin ich mir meines Glück­es bewusst.

Rät­sel: Gibt mir die Men­schheit auf, wenn ich über Wirtschaft und Poli­tik lese…

Sport: Ja, gerne, alles Mögliche.

Torschlusspanik: Dazu fällt mir zum Glück noch über­haupt nichts ein.

Ulknudel: Hat mich mein Vater manch­mal genan­nt, wenn ich statt Teller zu trock­nen vor dem Spiegel herumge­hüpft bin.

Vio­line: Habe ich viele Jahre gespielt, aber nie die Befriedi­gung dabei erlangt, die mir das Sin­gen gibt.

Wahnsinn: Die Lucia-Szenen…

Xylophon:
Auch für mich immer das erste — und einzige — Wort, was mir zum Buch­staben X ein­fällt.

Youtube: Eine Fund­grube. Habe mir dort schon oft Arien ange­hört und ver­schiedene Inter­pre­ta­tio­nen ver­glichen.

Zürich: Schöne heile Welt. Meine Heimat mehr auf dem Papi­er als im Herzen, weil ich die wichtig­sten Jahre meines Lebens in anderen Städten ver­bracht habe.

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