Was man in Führerschein-Nachschulungen lernt…

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Das Insti­tut AAP ist eines von mehreren, die im Raum Wiener Neustadt Nach­schu­lun­gen für Alko-Sün­der anbi­eten. Region­allei­t­erin Romana Scheiblecker (Bild) erzählt aus der Praxis…

Der typ­is­che Kan­di­dat für eine nach dem Führerscheinge­setz vorgeschriebene Nach­schu­lung ist männlich, ver­fügt höch­stens über einen Lehrab­schluss, ist zwis­chen 35 und 45 Jahre alt und wurde mit 1,2 bis 2 Promille beim Aut­o­fahren erwis­cht,“ sagt die klin­is­che Psy­chologin Mag. Romana Scheiblecker.
Die Nach­schu­lun­gen kosten etwa 500 Euro und gliedern sich in vier Grup­pen­sitzungs-Ter­mine zu je dreiein­viertel Stun­den.
Rund 500 Per­so­nen pro Jahr nehmen eine solche Nach­schu­lung in Anspruch. „Unser Ziel ist, eine Ver­hal­tensän­derung zu erre­ichen,“ erläutert Scheiblecker. Am Beginn sehen die Kursteil­nehmerIn­nen die Schuld für ihr Delikt über­all, nur nicht bei sich selbst. Erst allmäh­lich sick­ert die Ein­sicht, dass es gefährlich war und ist, alko­holisiert zu fahren.
Erst denken, dann lenken
Am Ende soll­ten die Teil­nehmerIn­nen Strate­gien für die Zukunft entwick­elt haben. „Die meis­ten Trinkan­lässe sind vorherse­hbar — und man sollte sich noch bevor man einen Tropfen getrunken hat, über­legen, wie man wieder heimkommt! Denn sobald man trinkt, ist man zu so vernün­fti­gen Gedanken nicht mehr fähig.“
Viele Kursteil­nehmer sieht Mag. Scheiblecker inner­halb von fünf Jahren lei­der wieder — den­noch sieht sie keinen anderen Weg, das Bewusst­sein zu schär­fen. Immer­hin weiß sie auch von etlichen Per­so­nen, die sich nach einer Nach­schu­lung dazu entschlossen haben, ein Alko­hol-Entzugspro­gramm zu absolvieren.

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