“Unvergesslich – meine Zeit mit Elvis!”
Januar 30th, 2010

Am 8. Jänner hätte „King“ Elvis Presley seinen 75. Geburtstag gefeiert. Ingrid M. aus Baden begegnete dem King persönlich, Angelika Woska schwärmt für ihn und Manfred Kaltenbrunner besuchte sein Grab. Außerdem verrät SP-Bezirksseketär Andreas Kollross, dass er beinahe Elvis geheißen hätte.
Ingrid war 1967 mit einer Freundin auf Amerika-Trip. Ein Zufall verschlug sie in eine entlegene Gegend beim oak Creak Canyon, wo gerade der Film „Stay Away, Joe“ gedreht wurde - mit Elvis in der Hauptrolle. Das Ereignis ist auf www.mabroselvisworld.com, der größten österreichischen Elvis-Homepage, die von dem Wiener Neustädter Manfred Brodträger als Hobby betrieben wird, dokumentiert.
Ingrid erinnert sich so: „Wir saßen abends im Kreis von Elvis und seiner Gefolgschaft, haben gelacht und der Stimme des King gelauscht, und es wurde am Set auch gesungen.“ Die Badenerin hat einen Elvis kennengelernt, der manchmal in Gedanken versunken abseits des Geschehens saß und seinen Zigarillo rauchte, aber auch einen Elvis, der Gerechtigkeitsfanatiker war und darauf achtete, dass auch der kleinste Hilfsarbeiter am Set korrekt behandelt wurde. Festgehalten hat Ingrid ihre „Tage mit Elvis“ mit einer kleinen billigen Kamera.
Die Bilder vergilben nun, nach 42 Jahren, langsam - die Erinnerung bleibt jedoch „forever young“. Bis heute ist Ingrid regelmäßiger Stammgast im einzigen noch bestehenden Elvis-Fan-Club in Wien. (www.silvesters-elvis-page/elvisfantreff.html)
Teenager-Träume

Dort hat sich auch die 1971 geborene Angelika Woska (Bild) eine Zeitlang intensiv herumgetrieben. „Ich bin anlässlich von Elvis’ Tod im August 1977 auf den King aufmerksam geworden. Damals waren - ähnlich wie später nach dem Tod von Falco, Diana oder Michael Jackson - die Zeitungen voll mit dem Ereignis. Gemeinsam mit meiner Schwester Eva habe ich begonnen, für Elvis zu schwärmen - er war halt ein schöner Mann. Und seine Musik hat uns begeistert, vor allem auch seine Stimme.“ Mit Liebe wurden alle Bravo-Heftchen nach Elvis-Berichten durchforstet, Bilder ausgeschnitten und in Hefte geklebt, wie man es halt so machte in den späten 70-ern. Heute sind es schöne Erinnerungsstücke: Elvis in Unterhosen, Elvis tot in seinem Badezimmer, Elvis mit Herzchen, alte Elvis-Singles vom Dachboden der Eltern, lückenlose CD-Sammlungen (“Follow The Dream“), Elvis-Poster und sogar Elvis-Kochrezepte hat Angelika Woska in ihrer Badener Wohnung „gehortet“. Und es war so gesehen mehr logische Bestimmung als Zufall, dass Angelika über den Elvis-Fanclub ihren heutigen Ehemann Andi kennenlernte - ebenfalls bekennender Elvis-Fan. An den Gospels und Spirituals und an seinen großen Balladen können sich die beiden heute noch nicht satthören - und wer weiß, vielleicht führt zur Silberhochzeit die Reise auch nach Graceland, auf das Elvis-Anwesen…
Fast ein kleiner „King“
Beinahe ein kleiner „King“ wäre übrigens aus Andreas Kollross geworden.
Der Landesvorsitzende der Kinderfreunde - er wohnt in Trumau - ist am 8. Jänner, dem Geburtstag des King, geboren. „Seit meiner Kindheit verfolgt mich Elvis Presley, denn meine Mutter war immer ein großer Fan von ihm,“ sagt Andreas Kollross zur Rundschau. „Zum Glück war sie nie fanatisch,“ ergänzt er schmunzelnd, „denn sonst würde ich heute vielleicht nicht Andreas, sondern Elvis heißen.“ Was so schlimm auch wieder nicht wäre, denn auch Kollross hört ganz gerne ab und zu ein Elvis-Liedchen, vor allem „In the Ghetto“. Ein richtiger Elvis-Fan ist aber aus ihm nie geworden, er hat keine einzige Schallplatte oder CD von ihm.
Manfred in Graceland
Ein erklärter Elvis-Fan ist hingegen Manfred Kaltenbrunner aus Leobersdorf. Der ehemalige Heavy-Runner besuchte auf seinen vielen Amerika-Reisen, die er immer auch mit der Teilnahme an berühmten Marathon-Läufen verband, das Elvis-Anwesen in Graceland mehrmals. Vor 10 Jahren, zum 65. Geburtstag des „King“, war er zuletzt dort und legte an seinem Grab eine Blume nieder. Auch heute noch pilgern jährlich 60.000 Elvis-Fans aus der ganzen Welt nach Graceland, um die Original-Bühnenanzüge des Rock’n Rollers, seine Villa, sein erstes Tonstudio, seine Cadillac-Sammlung und sein Grab zu besichtigen.
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