Grüne nehmen neuen Anlauf

Februar 3rd, 2010

grünebadvöslau2

von links: Bezirkssprecherin LAbg.  Dr. Helga Krismer, Ibrahim Diallo, Dr. Eva Mückstein, Dr. Ernst Tiefengraber

„Wir machen‘s grün!“ Mit diesem Slogan treten die Grünen in Bad Vöslau zur Gemeinderatswahl an. Nach fast zehn Jahren wird damit die Abwesenheit der Grünen aus der heimischen Gemeindepolitik beendet. Die Gründe für diese Entscheidung nennt Bezirkssprecherin und Landtagsabgeordnete Dr. Helga Krismer: „Einerseits spüren wir, dass es wieder mehr Menschen gibt, die sich politisch einmischen wollen - für die wollen wir ein Angebot sein. Andererseits dürfen wir nicht zusehen, wie sich die Rechten formieren, ohne ein alternatives Angebot zu machen.“

Die Kandidatenliste wird von der bekannten Psychologin und Psychotherapeutin Dr. Eva Mückstein angeführt, gefolgt vom nicht minder bekannten Arzt Dr. Ernst Tiefengraber und dem Jugend-Experten Ibrahim Diallo.
Mit drei Themen will man um die Gunst der Wähler werben:
Verkehr - sanfte Mobilität für Bad Vöslau
gelebte Integration
bunte Jugendkultur
In Bad Vöslau bekommen die Grünen regelmäßig bei überregionalen Wahlen um die 10 Prozent der Stimmen. Grund genug für einigen Optimismus: Die neue Gruppierung, in der sich auch viele sehr junge Leute finden, hofft auf mindestens drei Mandate.
Drei Schwerpunkte,
drei Experten
Dr. Eva Mückstein: „Mit einem durchaus positiven Moschee-Mediationsverfahren kann das Thema Integration in Bad Vöslau nicht erledigt sein. Es muss weitergehen, mit sichtbaren Signalen und der Weiterführung eines Dialogs auf gleicher Augenhöhe.“
Dr. Ernst Tiefengraber: „Schon vor 25 Jahren haben wir uns in einer überparteilichen Umweltgruppe Gedanken zum Thema Verkehr gemacht. Geschehen ist nichts, außer dass ein Radweg gebaut wurde, der direkt auf die Autobahn führt, und dass wir bald zwei Autobahnanschlüsse haben. Drei Viertel des Verkehrs sind aber hausgemacht - es braucht endlich innerörtliche Lösungen.“
Ibrahim Diallo, Mitarbeiter im Grünen Kreis, ist der Experte für die Jugendpolitik: „Wir müssen versuchen, die Jugend mit attraktiven Angeboten im Ort zu halten - es braucht ein Kino und eine Discothek.“
Dem Slogan der Liste Flammer „Gemeindepolitik ohne Parteipolitik“ hält man gemeinsam entgegen: „Bad Vöslau hat sich immer mehr zu einer Gemeinde entwickelt, die verwaltet wird und statt lokaler Projekte die Vorgaben des Landes erfüllt. Was es braucht, sind Ideen. Zum Beispiel die Grundsatzentscheidung, was Vöslau sein will: Kur- stadt oder Industriegemeinde.“

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