Zwist um “Licht-Spiele”
März 8th, 2010
Der Schlosspark von Bad Vöslau soll beim Gartenfestival beleuchtet werden. In Energiesparzeiten sorgt das in der Klimabündnisgemeinde Bad Vöslau für einen Polit-Zwist.
Das Gartenfestival ab 22. Mai soll noch mehr Licht ins kurstädtische Leben von Bad Vöslau bringen. Mit einer Reihe von Events (Seekuh Linda im Gal-Teich, Trinkbrunnen, Wasserspielplatz etc.) soll Bad Vöslau über die Grenzen hinaus „strahlen“.
Manche Mandatare glauben allerdings, dass dieses „Strahlen“ den Steuerzahler zu teuer kommt. „Wenn für Lichtspiele im Schlosspark – mit einer Beleuchtung der Platane und der Zaunervasen – und für kleine Wasserspiele im Teich an der linken Seite des Schlosses 53.000 Euro ausgegeben werden sollen, dann ist das in Zeiten von Energiesparen das falsche Signal!“ kritisierte etwa FP-Gemeinderat Dr. Franz Sommer im Gemeinderat.
Der Kritik schlossen sich auch Teile der SPÖ an. „Das Geld könnten wir für steigende Sozialausgaben besser verwenden als für eine Prestigegeschichte,“ meint SP-Stadträtin Elisabeth Schirk.
ÖVP-Spitzenkandidat Stadtrat Karl Lielacher denkt anders: „Eine gute Präsentation ist enorm wichtig, um im touristischen Konkurrenzkampf bestehen zu können. Da die Beleuchtung auch nach dem Gartenfestival verbleibt, trägt sie neben der Verschönerung auch zur Erhöhung der Sicherheit im Schlosspark bei“, meint VP Spitzenkandidat Stadtrat Karl Lielacher.
Stadtchef Prinz schließt sich dieser Argumentation an und verweist auch auf die Nachhaltigkeit der Installationen. Außerdem betont er: „Von den 53.000 Euro müssen nur 20.000 von uns bezahlt werden, der Rest wird ja vom Land gefördert.“ Das wiederum kratzt FPÖ und SPÖ nicht: „Steuergeld ist Steuergeld, egal ob es von der Gemeinde oder vom Land ausgegeben wird,“ sagen Schirk und Sommer.
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