Geld ohne Arbeit, Arbeit ohne Geld

Am Fre­itag, dem 19. Novem­ber, referiert Ulrike Sam­bor, Mit­glied der glob­al­isierungskri­tis­chen Gruppe Attac, im Wr. Neustädter Gym­na­si­um Zehn­er­gasse 15, über “Geld ohne Arbeit, Arbeit ohne Geld”. Es geht um Real­isierungsmöglichkeit­en des “bedin­gungslosen Grun­deinkom­mens”. Ulrike Sam­bor ver­gle­icht es unter anderem auch mit der in Öster­re­ich im Sep­tem­ber neu einge­führten Min­dest­sicherung. Beginn: 19.30 Uhr.

Eine „andere Welt ist möglich“: Diesen Slo­gan der Glob­al­isierungs­gruppe “Attac” hört man seit etwa einem Jahr auch öfter in Wiener Neustadt. Seit Novem­ber 2009 ist dort eine der jüng­sten Attac-Region­al­grup­pen aktiv. Sie sieht ihre Auf­gabe vor allem in Bewusst­sein­sar­beit in der Bevölkerung. Öffentliche Vorträge zu bes­timmten The­men sollen über weltweite wirtschaftliche Zusam­men­hänge aufk­lären und über Alter­na­tiv­en zum beste­hen­den Sys­tem informieren. Der näch­ste Vor­trag ist eben für Fre­itag, den 19. Novem­ber, angekündigt.  Ulrike Sam­bor ist Mit­glied der Attac-Arbeits­gruppe “Bedin­gungslos­es Grun­deinkom­men”.

Das emanzi­pa­torische Grun­deinkom­men ist bedin­gungs­los, all­ge­mein, per­so­n­en­be­zo­gen, exis­tenz- und teil­habesich­ernd”, sagt Ulrike Sam­bor im voraus. In ihrem Vor­trag sollen Real­isierungsvorschläge zur Sprache kom­men. Des Weit­eren wer­den die bedarf­sori­en­tierte Min­dest­sicherung der öster­re­ichis­chen Regierung (seit Sep­tem­ber in Kraft) und das emanzi­pa­torische bedin­gungslose Grun­deinkom­men (BGE) ver­glichen.

Der Vor­trag the­ma­tisiert nicht nur die Notwendigkeit eines gesicherten Grun­deinkom­mens, son­dern auch die Tat­sache, dass heute viele Men­schen, wie z.B. “Dauer­prak­tikan­ten” nach Stu­di­en­ab­schluss, vollbeschäftigt Arbeit leis­ten, ohne damit ein lebenssich­ern­des Einkom­men zu erwirtschaften.

ATTAC (www.attac.at) ist heute der bekan­nteste Akteur inner­halb ein­er weltweit­en Glob­al­isierungskri­tik und tritt für einen grundle­gen­den Wan­del des dom­i­nan­ten und ein­seit­i­gen Wirtschaftssys­tems ein.

1998 in Frankre­ich gegrün­det, propagierte ATTAC weltweit eine Besteuerung von Finanz­transak­tio­nen (Tobin­s­teuer), weil diese rein speku­la­tiv­en Geschäfte ganze Staat­en an den Rand des Bankrotts gebracht haben.

Inzwis­chen wird diese Steuer nicht nur weltweit ern­sthaft disku­tiert – auch in Öster­re­ich – son­dern  ATTAC hat auf­grund zahlre­ich­er wis­senschaftlich­er Analy­sen die weitre­ichen­den Zusam­men­hänge des Wirtschaftssys­tems kri­tisch studiert und tritt mit ein­er Vielzahl von Verbesserungs- und Verän­derungsvorschlä­gen an die Öffentlichkeit (z.B. Grün­dung ein­er «Demokratis­chen Bank»).

ATTAC the­ma­tisiert Prob­lem­bere­iche wie Steuer­flucht, Stan­dortkonkur­renz, Nord-Südge­fälle, Altersver­sorgung oder die sys­tem­a­tis­che Ver­nich­tung und Aus­lagerung von Arbeit­splätzen und bezieht öffentlich Stel­lung z.B. gegen Demon­tage der sozialen Sicher­heitssys­teme. ATTAC tritt für eine sichere Zukun­ft auf der Basis eines „gesun­den“ Gesund­heitssys­tems und eines garantierten Grun­deinkom­mens ein und gehen von der Vorstel­lung eines erfüll­ten Lebens aus, das nicht in bloßer Anhäu­fung von Kon­sumgütern beste­ht.

ATTAC ist gegen die gegen­wär­tige Poli­tik der weit­gestreuten Sparpakete, weil unsere Ökonomen zeigen, dass sie zur Lösung der soge­nan­nten Krise nichts beitra­gen, son­dern die Lage nur ver­schlim­mern. Stattdessen sollen Ein­nah­men aus ein­er geziel­ten Ver­mö­genss­teuer lukri­ert wer­den. Die gegen­wär­tige „Krise“ ist die Folge eines Pri­vatisierungswahns, der Dereg­ulierung und Lib­er­al­isierung, die alle für die bre­ite Bevölkerung keine Vorteile bracht­en.

ATTAC ist heute in mehr als 50 Län­dern tätig und beste­ht auf friedlichem, gewalt­freiem Aktion­is­mus.

Als Mit­glieder und Mitar­beit­er sind Men­schen aus allen Bevölkerungskreisen und Alters­grup­pen tätig, wobei betont wer­den soll, dass dazu auch unzäh­lige Wirtschaftswis­senschafter und selb­st­ständi­ge Unternehmer zählen.

Link zur Region­al­gruppe ATTAC Wiener Neustadt (http://community.attac.at/wr-neustadt.html)

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