Die Freiheit der Kunst in der Zeit

Seces­sion. © Michael Schmid 2010

Eine Ausstel­lung bei den ÖSTERREICHISCHEN WERKSTÄTTEN set­zt sich mit Gus­tav Klimt und der Wiener Seces­sion auseinan­der. Kon­trastiert durch eine kün­st­lerische Inter­ven­tion.

Der Zeit ihre Kun­st, der Kun­st ihre Frei­heit“. Das Cre­do der Seces­sion schwebt sicht­bar und unsicht­bar über der aktuellen Ausstel­lung bei den ÖSTERREICHISCHEN WERKSTÄTTEN auf der Kärnt­ner Straße. Auf der Ausstel­lungsebene des Verkauf­s­lokals auf der Kärnt­ner Straße 6, wird der Geist des Wien um 1900 spür­bar. Rep­liken der Werke von Klimt und Hoff­mann, den Mit­be­grün­dern der Seces­sion, gemein­sam mit Orig­i­nalmö­beln aus jen­er Zeit prä­gen die Schau. Dazu kom­men von Hoff­mann und Klimt inspiri­erte zeit­genös­sis­che Acces­soires.

Doch die Ausstel­lung will nicht nur im Sinne des Werk­stät­ten-Vaters Hoff­mann „gutes, ein­fach­es Haus­gerät“ zeigen. Sie informiert auch. Über die Seces­sion, über Gus­tav Klimt und über die Wiener Werk­stätte, Vor­läuferin der ÖSTERREICHISCHEN WERKSTÄTTEN.

Kura­tor Michael Schmid ist nach vier Jahren zudem wieder als Pho­tokün­stler präsent. Mit sein­er kün­st­lerischen Inter­ven­tion zeit.kunst.freiheit hin­ter­fragt er, gemein­sam mit seinen Mod­ellen, die Aktu­al­ität des Pos­tu­lats der Seces­sion. „Alle Kun­st bewegt sich in Rah­men. Rah­men der Tra­di­tio­nen, Kon­ven­tio­nen und Erwartun­gen. Eigen­er wie fremder. Als Gren­zen der Frei­heit“, meint Schmid dazu. Ein­er der Höhep­unk­te dieser Inter­ven­tion: Dr. Elis­a­beth Leopold, die Vor­sitzende der Stiftung des Leopold­mu­se­ums vor Gus­tav Klimts „Tod und Leben“ in ihrem Muse­um.

Graf­fi­ti­welt. © Michael Schmid 2011

Die Vere­ini­gung der bilden­den Kün­st­lerIn­nen Seces­sion ist Koop­er­a­tionspart­ner dieser Ausstel­lung. ÖSTERREICHISCHE WERKSTÄTTEN und Seces­sion möcht­en ihre Besuch­er und Besucherin­nen dazu ermuntern, auch jew­eils das andere Haus zu besuchen, um so einen umfassenderen Ein­druck der Kun­st vom 1900 und des zeit­genös­sis­chen Schaf­fens gewin­nen. Im Gegen­satz zu tra­di­tionellen Ausstel­lun­gen weist „Gus­tav Klimt & Die Wiener Seces­sion“ noch eine Beson­der­heit auf: Die aus­gestell­ten Stücke kön­nen auch gekauft wer­den. Darunter rare orig­i­nale Jugend­stilmö­bel, Acces­soires nach Entwür­fen von Josef Hoff­mann und die Bilder der kün­st­lerischen Inter­ven­tion.

Ing. Thomas Bernd, Geschäfts­führer der ÖSTERREICHISCHE WERKSTÄTTEN dazu: „Wir möcht­en schöne Dinge ins Leben brin­gen. Was gefällt, das sollen die Leute mit nach Hause nehmen kön­nen, um sich daran noch lange zu erfreuen.“

Ausstel­lung „Gus­tav Klimt & Die Wiener Seces­sion“

ÖSTERREICHISCHE WERKSTÄTTEN; 1010 Wien, Kärnt­ner Straße 6

Mo — Fr 10.00 — 18.30, Sa 10.00 — 18.00.

28.4. 2011 — 5.1. 2012; Ein­tritt frei

Graf­fi­ti­welt. © Michael Schmid 2011

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