Die Freiheit der Kunst in der Zeit
April 15th, 2011
Secession. © Michael Schmid 2010
Eine Ausstellung bei den ÖSTERREICHISCHEN WERKSTÄTTEN setzt sich mit Gustav Klimt und der Wiener Secession auseinander. Kontrastiert durch eine künstlerische Intervention.
„Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit“. Das Credo der Secession schwebt sichtbar und unsichtbar über der aktuellen Ausstellung bei den ÖSTERREICHISCHEN WERKSTÄTTEN auf der Kärntner Straße. Auf der Ausstellungsebene des Verkaufslokals auf der Kärntner Straße 6, wird der Geist des Wien um 1900 spürbar. Repliken der Werke von Klimt und Hoffmann, den Mitbegründern der Secession, gemeinsam mit Originalmöbeln aus jener Zeit prägen die Schau. Dazu kommen von Hoffmann und Klimt inspirierte zeitgenössische Accessoires.
Doch die Ausstellung will nicht nur im Sinne des Werkstätten-Vaters Hoffmann „gutes, einfaches Hausgerät“ zeigen. Sie informiert auch. Über die Secession, über Gustav Klimt und über die Wiener Werkstätte, Vorläuferin der ÖSTERREICHISCHEN WERKSTÄTTEN.
Kurator Michael Schmid ist nach vier Jahren zudem wieder als Photokünstler präsent. Mit seiner künstlerischen Intervention zeit.kunst.freiheit hinterfragt er, gemeinsam mit seinen Modellen, die Aktualität des Postulats der Secession. „Alle Kunst bewegt sich in Rahmen. Rahmen der Traditionen, Konventionen und Erwartungen. Eigener wie fremder. Als Grenzen der Freiheit“, meint Schmid dazu. Einer der Höhepunkte dieser Intervention: Dr. Elisabeth Leopold, die Vorsitzende der Stiftung des Leopoldmuseums vor Gustav Klimts „Tod und Leben“ in ihrem Museum.
Graffitiwelt. © Michael Schmid 2011
Die Vereinigung der bildenden KünstlerInnen Secession ist Kooperationspartner dieser Ausstellung. ÖSTERREICHISCHE WERKSTÄTTEN und Secession möchten ihre Besucher und Besucherinnen dazu ermuntern, auch jeweils das andere Haus zu besuchen, um so einen umfassenderen Eindruck der Kunst vom 1900 und des zeitgenössischen Schaffens gewinnen. Im Gegensatz zu traditionellen Ausstellungen weist „Gustav Klimt & Die Wiener Secession“ noch eine Besonderheit auf: Die ausgestellten Stücke können auch gekauft werden. Darunter rare originale Jugendstilmöbel, Accessoires nach Entwürfen von Josef Hoffmann und die Bilder der künstlerischen Intervention.
Ing. Thomas Bernd, Geschäftsführer der ÖSTERREICHISCHE WERKSTÄTTEN dazu: „Wir möchten schöne Dinge ins Leben bringen. Was gefällt, das sollen die Leute mit nach Hause nehmen können, um sich daran noch lange zu erfreuen.“
Ausstellung „Gustav Klimt & Die Wiener Secession“
ÖSTERREICHISCHE WERKSTÄTTEN; 1010 Wien, Kärntner Straße 6
Mo - Fr 10.00 - 18.30, Sa 10.00 - 18.00.
28.4. 2011 - 5.1. 2012; Eintritt frei
Graffitiwelt. © Michael Schmid 2011
Entry Filed under: kultur,Tipps für Wien
Kommentieren Sie diesen Artikel
HTML teilweise erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Trackback für diesen Artikel | Subscribe to the comments via RSS Feed