Industrie.Utopie im Symposion Lindabrunn

Tanzper­for­mance von MOLLNER & SCHORSCH im “Dorf”

Das Sym­po­sion Lindabrunn ist um ein paar Attrak­tio­nen reich­er. Am Sam­stag Abend wurde die Kun­stin­stal­la­tion „Das Dorf“ und eine open-air-Wal­dausstel­lung eröffnet. Bei­de Pro­jek­te sind Teil des ger­ade stat­tfind­en­den Indus­trievier­tel-Fes­ti­vals unter dem Mot­to „Industrie.Utopie“. Sie befassen sich im weitesten Sinn mit unser­er Art des Wirtschaftens und mit dessen möglichen Fol­gen für unsere Welt.

Die Kun­stin­stal­lion „Das Dorf“ beste­ht aus mehr oder weniger wind­schiefen Holzhäusern, die Frag­mente ein­er Zivil­i­sa­tion sein kön­nten, ver­lassene Hüllen, die langsam ver­rot­ten — vielle­icht auch ein Sym­bol für das (ver­lorene?) Landleben. Math­ias Moll­ner (er ent­warf auch die Hüt­ten) und Ger­da Schorsch präsen­tierten in ihrer ein­drucksvollen Tanzper­for­mance zwei umherir­rende Men­schen auf der Suche nach Ver­gan­gen­heit oder Zukun­ft.

Für mich war diese Per­for­mance eine sym­bol­is­che Kon­fronta­tion von Natur und Zivil­i­sa­tion. Ger­da Schorsch näherte sich mit sicheren langsamen Schrit­ten aus dem Wald in das “Dorf”, wo ein verängstigter Math­ias Moll­ner an eine Hütte, die nicht mehr wirk­lich Schutz bot, gekauert war. Eine kurze Kon­fronta­tion zwis­chen Natur und Zivil­i­sa­tion in Form von Tan­za­kro­batik fol­gte, danach ging das Wald­we­sen mit sicheren langsamen Schrit­ten weit­er und ließ den “Dorf­be­wohn­er” in sein­er Ängstlichkeit zurück.

Eben­so wie „Das Dorf“ ist auch die Wal­dausstel­lung mit überdi­men­sion­alen Fotografien und Fotomon­ta­gen bis 16. Okto­ber am Sym­po­sion Lindabrunn frei zugänglich.

Im Sym­po­sion beschäftigt man sich aber – gemäß der ursprünglichen Idee von Begrün­der Math­ias Hietz – auch viel mit der Natur. Mehrere Schulen wirk­ten am Bio­pro­jekt MatchIt mit, wo die Schü­lerIn­nen die große Arten­vielfalt der ganz speziellen Pflanzen­welt im Sym­po­sion erleben kon­nten.

Unter den Ehrengästen bei der Eröff­nung unter anderen Maria Hietz (Tochter des Muse­ums­be­grün­ders Math­ias Hietz„ Ingrid Biber­schick, Chris­tine Todt und Inge Leon­harts­berg­er vom Kul­turve­r­ien Aspek­te.

[mygal=symposion]

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