Kunststreit um roten BMW

Kurt Weck­el als Foto­mod­el auf dem umstrit­te­nen Wagen

Es han­delt sich um eine Kun­stin­stal­la­tion“, sagt der kün­st­lerische Leit­er des Vere­ins Sym­po­sion Lindabrunn (VSL), Kurt Weck­el. Der Stein­bruch-Betreiber und bekan­nte Kun­st­mäzen Chris­t­ian Blazek meint hinge­gen: „Kun­st hin oder her. Ich habe einen Kon­flikt mit der Behörde, denn für die ist das alte Auto ein­fach ein Wrack, und das hat im Stein­bruch nichts zu suchen!“

Was steckt hin­ter der etwas skur­rilen Geschichte? Im Stein­bruch arbeit­eten zu Anfangszeit­en des Sym­po­sions vor bald 50 Jahren Bild­hauer, um den benach­barten Skulp­turen­park zu gestal­ten. Heute wird nur noch sel­ten Kun­st mit Stein gemacht. Den­noch nutzt der VSL für mod­erne Kun­stin­stal­la­tio­nen immer noch das Stein­bruchgelände, als spek­takuläre Kulisse, aber auch zur Auf­stel­lung von riesi­gen Con­tain­ern mit Kun­st-Inhal­ten (Con­tain­er Art). „Eigentlich sollte der rote BMW, der übri­gens kein Wrack ist, son­dern mit seinem E-Motor wie ein fer­nges­teuertes Spielzeu­gau­to fungiert, schon in einem Con­tain­er sein, wo er dann besichtigt bzw. an einen anderen Ausstel­lung­sort gebracht wer­den kann.“ Der rote BMW wurde haarscharf am Rand des Berg­bau-Gebi­etes aufgestellt, die Con­tain­er ragen in dieses hinein. Die Berghaupt­mannschaft will das Gelände bis Jahre­sende „kun­st­frei“ haben, so Blazek. Er wird in seinem Anliegen auch von Gemeinde-Chef Franz Schnei­der unter­stützt.

Kurt Weck­el vom VSL weiß allerd­ings nicht, wohin mit den Objek­ten. Eine Auf­stel­lung der sieben Con­tain­er am Gelände des neben­liegen­den Bild­hauer­sym­po­sions oder bei der Hütte ist für ihn „aus kün­st­lerischen Grün­den“ unvorstell­bar. Und der „alte rote BMW“ kön­nte schließlich das Schick­sal mod­ern­er Autos teilen: Kein Park­platz frei…

Ein Gedanke zu „Kunststreit um roten BMW

  1. Kun­st ist Geschmackssache. Es ist schade jet­zt, dass es sich für den BMW kein Platz find­et. Aber so ist das, das Leben läuft weit­er, ohne auf Sen­ti­ment und Gefüh­le zu acht­en.

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