Vorne hui, daneben pfui?

Hui, hui: Blas­musik und Politre­den am 27. August, zur Eröff­nung des neuen A2-Anschlusses…
Einen Tag vorher Lokalau­gen­schein am Rad­fahrweg neben dem neuen Anschluss.
Der Rad­fahrer quält sich, vom viel­gerühmten Ther­men­rad­weg kom­mend, zwei drei Kilo­me­ter durch eine — pfui — schat­ten­lose schot­trige Baustel­len­wüste, wird von Lkw anges­taubt und schließlich auch noch ermat­tet auf die lange Umleitung zur Flugfeld­straße gezwun­gen. Dabei wäre das Zen­trum von Bad Vös­lau nahe: Beim nur wenige Meter ent­fer­n­ten Bahn­hof heißt es für Rad­fahrer absteigen und den Draht­e­sel durch den ungemütlichen Per­so­n­en­tun­nel rauf- und run­ter­schieben. Hier fehlt ein­deutig eine gute und rasche Rad-Anbindung in die Innen­stadt.

Wie es über­haupt ein nettes Sig­nal gewe­sen wäre, den A2-Anschluss erst dann zu eröff­nen, wenn auch die vom Baustel­len­verkehr mitgenomme­nen Rad­fahrwege wieder intakt gewe­sen wären. Wenn die Stadt schon die neue Auf­fahrt mit etlichen 100.000 Euro spon­sert, hätte sie ja vielle­icht gle­ich noch ein paar Tausender für die Ped­al­rit­ter lock­er machen kön­nen.

Jaja, ich weiß schon, es fahren mehr Leute mit Autos als mit Fahrrädern. Aber manch­mal kön­nte Poli­tik ja auch ein visionäres Zeichen set­zen. Immer­hin lei­den ja die meis­ten Men­schen eh an Bewe­gungs­man­gel. Und gibt’s da nicht irgend­wo auch noch eine Diskus­sion über CO2-Belas­tung und Kli­maschutz?

Hier ein paar Bilder vom “Neben­schau­platz” Rad­weg:

[mygal=radweg]

siehe auch Artikel über aktuelle Studie des Verkehrsclub Öster­re­ich zum The­ma kli­mafre­undliche Mobil­ität

 

2 Gedanken zu „Vorne hui, daneben pfui?

  1. Der neue Auto­bah­nan­schluss in Bad Vös­lau wurde u.a. mit dem Argu­ment gebaut, das Stadtzen­trum vom Verkehr zu ent­las­ten. Glaubt das wirk­lich jemand?

    Wenn auf der B18 rund um Hirten­berg Stau ist (und das ist sehr oft der Fall) ist man wesentlich schneller, wenn man in Bern­dorf in die B212 ein­biegt und in Bad Vös­lau (rich­tung Wien) auf die A2 auf­fährt. Zu diesem Zweck muss man das Wohnge­bi­et (Tat­ten­dor­fer Straße oder Guttmannstraße) durch­queren, um auf die Flugfeld­straße zu gelan­gen…

    Ob das so gedacht war? Uns Tri­est­ing­taler freut das ja — aber ist der Asphalt­lob­by die Leben­squal­ität in Bad Vös­lau völ­lig egal?

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