Wo die Zeit stillsteht

Ein wind­stiller Tag, 22 Grad. Ide­al für einen kleinen Aus­flug mit dem Fahrrad. Er führt mich dies­mal vom Schloss­park Kot­ting­brunn zur Kun­st­müh­le Dor­nau.

Los geht’s in der neu gestal­teten Kot­ting­brun­ner Schloss­park-Allee, vor­bei an ein paar Aus­sicht­en aufs Wasser­schloss. Dann der Kipferl­te­ich. Fast jed­er g’standene Kot­ting­brun­ner weiß eine schlüpfrige Anek­dote von diesem idyl­lis­chen Teich zu bericht­en. Weit­er geht’s zum Wr. Neustädter Kanal. Einige Indus­triebaut­en erin­nern daran, dass die Region ein­mal sehr pro­duk­tiv war. Nach Leobers­dorf wird der Weg ein­sam und idyl­lisch, die Zeit ste­ht still an diesem Nach­mit­tag. Außer einem vor­beifahren­den Zug kein Laut.

Eine Entenkolonie kreuzt unaufgeregt meinen Weg. Für die Rad­fahrerin heißt’s: Bitte warten. Aber da die Zeit ohne­hin still­ste­ht, was soll’s… Eine gemütliche Dreivier­tel­stunde (mit Fotopausen) bin ich unter­wegs, als ich Schö­nauer Orts­ge­bi­et erre­iche. Jet­zt darf ich einen Weg­weis­er und rechts eine Brücke nicht überse­hen, die mich zur Dor­nauer Kun­st­müh­le leit­et. Es geht noch etwa einen Kilo­me­ter durch die wil­dro­man­tis­che Tri­est­ing-Au und dann erre­iche ich mein Ziel.

Das Gebäude der Kun­st­müh­le ste­ht mit­tler­weile unter Denkmalschutz, im Inneren befind­en sich eine (vor eini­gen Jahren still­gelegte) Müh­le, eine Bäck­erei und ein wei­thin bekan­ntes Fis­chgrill-Restau­rant. Die Inhab­erin­nen sind drei Schwest­ern, Susanne, Ulli und Chris­tine Kühn. Sie haben die Müh­le, das Erbe ihres Vaters, kuli­nar­isch wieder­belebt und bieten einen stil­vollen Rah­men für kün­st­lerische und gesellschaftliche Events. Über den Som­mer wird ein umge­baut, den­noch hat der Fis­chgrill (mit frischen Fis­chen aus „Nach­bars Garten“) am Woch­enende geöffnet. Ein Tipp: Soll­ten Sie abends kom­men, vorher reservieren! Rad­fahrer, die sich nach­mit­tags stärken wollen, haben immer Platz. Unter www.muehlsteinstube.at find­en Sie auch aktuelle Ver­anstal­tun­gen. Und wenn Sie vor­beikom­men, wenn ger­ade geschlossen ist, ein paar hun­dert Meter weit­er wartet schon der Heurigenort Leobers­dorf auf Sie…

[mygal=radausflugdornau]

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