Scheimhütte vor dem Ruin?

Bürg­er­meis­ter Scheiben­reif (VP) aus Miesen­bach begrün­det die Sperre der Gemein­de­straße so: „Es haben sich schon Unfälle ereignet. Wir lassen jet­zt über eine Verkehrsver­hand­lung mit der BH Wr. Neustadt die Sit­u­a­tion prüfen.“ Scheiben­reif betont, dass die Schot­ter­straße von der Gemeinde immer wieder mal gewalzt wurde, aber „beim näch­sten Schlechtwet­ter“ wieder unbe­fahrbar wurde. „Ein Fass ohne Boden“ für die Gemein­dekasse.

Die Anrain­er sehen allerd­ings Ver­säum­nisse der Gemeinde in der Straßenpflege. „Jährlich würde die Instand­hal­tung der Straße nur 3.000 Euro kosten,“ will Anrain­er Karl Parisot wis­sen. „Wir Betrof­fe­nen haben nun Sachver­halts­darstel­lun­gen (Ver­dacht des Amtsmiss­brauch und der vorsät­zlichen Gemeinge­fährdung) an Polizei, Staat­san­waltschaft, ORF-Bürg­er­an­walt, Bezirk­shaupt­mannschaft und Lan­desregierung gesendet.“ Ein betrof­fen­er Unfal­l­lenker klagt bei der Gemeinde seinen Schaden von mehreren tausend Euro ein. Der Inhab­er der Scheimhütte kämpft mit mas­siv­en Ein­nah­me­naus­fällen, seit man zur Hütte nicht mehr zufahren kann.

Dazu sagt wieder Bezirk­shaupt­mann Strobl: „Meines Wis­sens ist die Scheimhütte eine Schutzhütte, und da muss es nicht unbe­d­ingt eine Straße hin geben.“ Zumal – wie der Miesen­bach­er Bürg­er­meis­ter betont – die Hütte von der Grün­bach­er Seite her per Auto sehr wohl erre­ich­bar sei.

Für die Anrain­er bedeutet dies aber einen Umweg von ca. 15 Kilo­me­tern.

Bürg­er­meis­ter Scheiben­reif will das Ergeb­nis der Verkehrsver­hand­lung abwarten: „Da die Straße eine Stei­gung von mehr als 12 % hat, könne es sein, dass sie dauer­haft ges­per­rt bleibt. Eine Alter­na­tive wäre noch der Bau ein­er neuen weniger steilen Trassen. Dazu bräuchte es aber Grund­ablösen.“ Einen Ter­min für die Ver­hand­lung gibt es noch nicht.

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