Freestylen — was sonst?

Foto: Red Bull Photo Files

Hip-Hop aus der Box, ein Fußball und ein Män­ner-Kör­per: Der Mix aus all dem ergibt Freestyle-Soc­cer, eine Akro­batik-Tanz-Jonglier-Ball-Per­for­mance der Extra-Klasse, inzwis­chen weltweit boomende Sportart. Einer der Besten im Freestyle-Soc­cer wohnt in Pot­ten­dorf im Bezirk Baden, heißt Faruk Onmaz und ist 22 Jahre alt.
Er war ger­ade mal 15, als der ulti­ma­tive Funke auf ihn über­sprang. Da sah er in einem Spot, wie der brasil­ian­is­che Fußball­star Ronald­inho Bal­lkun­st­stücke zeigte. „Das will ich auch kön­nen“, sagte sich Faruk, der bis dahin immer nur mit seinen Brüdern und Buben aus seiner Nach­barschaft auf der Straße kickte und später Mit­telfeld­spieler bei SC Wr. Neustadt und Aus­tria Wien war. Faruk nahm einen Fußball und begann, Ronald­hi­nos Kun­st­stücke nachzu­machen..
Er übte und übte und hörte nicht mehr auf. „Freestylen, was sonst?“ Das war seine Antwort auf alle, die ihn nach einem „nor­malen Leben“ fragten, nach Schule, Aus­bil­dung, Beruf.

Ich gehe meinen Weg“
Inzwis­chen wird er nicht mehr so oft gefragt, denn längst ist klar: Faruk geht unbeirrt seinen Weg – ganz nach seinen Lebens­mot­tos „Mache jeden Tag zum schön­sten deines Lebens“ und „Ich will der beste Freestyler Europas wer­den.“ Der Beste in Öster­re­ich ist er schon.

Ohne Fleiß kein Preis
2008, nach vier Jahren täglichen geduldigen Übens, begann er mit Wet­tkämpfen. In aus­ge­trete­nen Turn­schuhen und abgewet­zten Jeans kam er beim Red Bull Freestyle-Soc­cer-Con­test in Wien auf Anhieb ins Viertel­fi­nale. Immer noch trainiert er täglich zwei Stun­den, und so manches Kun­st­stück  braucht einen ganzen Monat, bis es richtig sitzt. Faruks Tal­ent wurde vom Bur­gen­län­der Bern­hard Bresich ent­deckt und weit­er­en­twick­elt. Erfolg um Erfolg stellte sich ein. Unter anderem ist er beson­ders stolz auf seinen inof­fiziel­len Wel­trekord: über 100 ATWs in einer Min­ute (Around The World = Das Bein umkreist den Ball, in dem Fall 100­mal)
Und den­noch ist Faruk Onmaz am Boden der Real­ität geblieben. „Ich bin kein Träumer!“ sagte er bescheiden.Und küm­mert sich um den Nach­wuchs­fußball in seinem Verein FC Tecu­nity. Außerdem unter­stützt er junge Fußballer, die Hilfe brauchen. Natür­lich kann man Faruk auf Youtube und auf Face­book finden, aber: „Meis­tens trainiere ich in Pot­ten­dorf mit dem Verein Jugend­hilfe, dort bin ich live zu finden.“
Erst unlängst beein­druckte der sym­pa­this­che Bal­lkün­stler zur Mit­ter­nacht die Ball­gäste beim Bürg­er­ball in Pot­ten­dorf — und er lässt sich natür­lich auch für andere Events engagieren. Und wenn er mal Ruhe braucht, wid­met er sich seinem zweiten Hobby: dem Piano-Spiel.

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