Skylink öffnet am 5. Juni 2012

März 31st, 2012

Pressekonferenz im neuen Skylink

Ob dieser 770 Millionen Euro teure Terminal 3 aber wirklich eine Verbindung zum Himmel wird?

Die Vorgeschichte des Skylink-Projektes war von Fehlplanungen, Kostenexplosionen und den Attacken eines Saboteurs geprägt.
Die neuen Vorstände Günther Ofner und Julian Jäger bezeichnen den Baustopp bei „Skylink“ (2009) rückblickend als eine weise Entscheidung. „Der größte Fehler war, dass mit dem Bau begonnen wurde und die Planung noch nicht fertig war“, erklärten sie vorige Woche. Nun wird man für Skylink mit etwa 770 Millionen Euro Baukosten das Auslangen finden. Immer noch fast doppelt so viel wie ursprünglich geplant.

„Goldene“ Gagen
Nicht zu verachten auch die Zahlungen an die gescheiterten Alt-Vorstände und Konsulenten: Exvorstandssprecher Herbert Kaufmann erhält für sein vorzeitiges Ausscheiden summa summarum 1,2 Millionen Euro (Abgangsentschädigung, Abfertigung etc.).
Altvorstand Gerhard Schmid, derzeit Skylink-Konsulent, wurde mit einer Abfertigung von 323.000 Euro, einem einjährigen Konsulentenvertrag von 254.000 Euro und einem gleich hohen Jahreshonorar „bedient“. Plus allfälliger Erfolgskomponente von 167.000 Euro – also etwa eine Million Euro.
Ex-Vorstand Ernest Gabmann, einst ÖVP-Landeshauptmannstellvertreter, bekommt „nur“ eine Urlaubsersatzleistung von 50.000 Euro, pocht aber mittels seiner Anwälte auf einen bestehenden Konsulentenvertrag. Gabmann und Schmid stehen außerdem noch vertraglich fixierte Bonuszahlungen für drei Jahre zu - auch ein stolzes Sümmchen von insgesamt 500.000 Euro. Dagegen legt aber jetzt der Aufsichtsrat ein Veto ein.
Skylink ist derzeit vor allem eine große neue Check-In, Gastro- Shopping- und Bürofläche.
Die Passagierzahlen am Flughafen Wien haben voriges Jahr mit 21,1 Millionen ein Rekordhoch erreicht (+7,2%). Die Flugbewegungen sind etwa gleich geblieben (rund 250.000).

Wie steht‘s um die 3. Piste?
Ein Fragezeichen schwebt noch über dem Bau der dritten Piste, über die dann mehr Flüge abgewickelt werden sollen. Kolportiert werden für die knapp vier Kilometer lange Piste Baukosten von 1,8 Milliarden Euro. Die Anrainer sind wegen befürchteter Lärmbelastungen in Aufruhr. Außer dem Einbau von Lärmschutzfenstern im Umland sind bislang keine Maßnahmen bekannt. Aber – so Vorstand Ofner: „Realistisch wird mit der Umsetzung der Piste erst 2016 begonnen.“

Dieser Artikel steht auch auf www.meinbezirk.at

Entry Filed under: politik,regional

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