Zurück zur Taube? Postkast’l-Notstand!

“Die Innen­stadt-Bewohn­er von Bruck an der Lei­tha sind mit Postkästen überver­sorgt: Da sind im Umkreis von 250 Metern drei Briefkästen. Wer hinge­gen außer­halb wohnt, muss jedes­mal ins Auto steigen, um einen Brief aufzugeben”, schreibt Paul Rit­tler an die Stadt­ge­meinde, die Post und die Medi­en. Und er fragt sich: “Warum hängt die Post in den Sied­lun­gen nicht Briefkästen auf, die sie nur zweimal in der Woche leert, wenn dort das Aufkom­men zu ger­ing ist?”

Von Bürg­er­meis­ter Richard Hem­mer, der selb­st ein­mal bei der Post gear­beit­et hat, bekommt Rit­tler fol­gende Antwort: “Es stimmt, dass im Zuge der Struk­tur­reform der Post AG die Briefkästen im ganzen Land auf ihre Rentabil­ität über­prüft wur­den. Mein­er Mei­n­ung nach sind die drei Briefkästen im Bruck­er Zen­trum dur­chaus gerecht­fer­tigt, weil die Innen­stadt ja auch von vie­len Leuten besucht wird, die hier Wege zu erledi­gen haben. In den let­zten drei Jahren ist mir keine einzige Beschw­erde zuge­tra­gen wor­den, dass in den Sied­lun­gen zu wenig Postkästen sind. Denn dann hätte ich bes­timmt schon reagiert.”

Die Hin­ter­gründe Briefkas­ten-Poli­tik eräutert Stephan Fuchs, Press­esprech­er und Ombuds­mann der börsen­notierten Post AG. “Die öster­re­ichis­che Post ist Uni­ver­sal­dien­stleis­ter in Öster­re­ich und hat deshalb geset­zliche Vor­gaben zu erfüllen: Eine davon ist das Gesetz E plus 1 — was soviel bedeutet wie: Wir sind verpflichtet, min­destens 95 Prozent aller Briefe vom Ein­wurf­tag an inner­halb eines Tages an den Adres­sat­en zuzustellen. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, wenig fre­quen­tierte Briefkästen nur etwa alle drei Tage zu entleeren. Da kön­nten wir die vorgeschriebene Zustellgeschwindigkeit nicht ein­hal­ten.” Die Post hat im Vor­jahr von ein­er Mil­liarde Briefe 961 Mil­lio­nen zeit­gerecht zugestellt — mehr als 96 %. Eine weit­ere Vor­gabe in dem Post­mark­t­ge­setz ist auch, dass der Uni­ver­salan­bi­eter 1600 Post­geschäftsstellen in ganz Öster­re­ich betreiben muss.
“Es stimmt zwar, dass — auf­grund der Zunahme von E-Mails — die Zahl der Abgabe­briefkästen in den let­zten Jahren leicht gesunken ist”, so Fuchs abschließend. Für die Stadt Bruck stimme dies aber nicht. “Im Gemein­dege­bi­et gibt es 12 Abgabe­briefkästen, genau­so viele wie vor fünf Jahren.” Wo sich die Briefkästen befind­en, ist auch im Inter­net abruf­bar — unter www.post.at.

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