Badner Bahn in der Sicherheits-Offensive

BEZIRK BADEN. Die Bad­ner Bahn geht in die Sicher­heits-Offen­sive. Zwar kon­nte die Zahl der Unfälle (11 im Jahr 2009, „nur“ noch sechs im Jahr 2013) schon deut­lich reduziert wer­den. Doch ist jed­er Unfall ein­er zu viel. Erst kür­zlich war ein Aut­o­fahrer von der B17 bei Möllers­dorf abgekom­men und auf die Bad­ner Bahn-Gleise geschlit­tert. Dabei hat­te sein Auto die Ölwanne und Klein­teile ver­loren, die von der Feuer­wehr beseit­igt wer­den mussten. Nicht alle Unfälle ent­lang der Bad­ner Bahn enden „nur“ mit Blech­schä­den, es gab auch schon Tote, zulet­zt im Mai 2013. Beson­ders die FF Möllers­dorf kann ein „Lied“ von Ein­sätzen ent­lang der Bad­ner Bahn im Bezirk sin­gen.

Seit­ens der Lokalbah­nen wer­den Unfälle an Eisen­bahnkreuzun­gen ständig unter­sucht. „Häufen sich Unfälle, wer­den vor Ort zusät­zliche Maß­nah­men, wie weit­ere Sig­nale, Sper­rung der Kreuzung, vorgeschrieben. „Dass nach wie vor Unfälle passieren, liegt nicht an der man­gel­nden Absicherung der Eisen­bahnkreuzun­gen, son­dern an der Mis­sach­tung des Hal­tege­botes – wie etwa rotes Licht oder Stopptafel“, sagt WLB-Betrieb­sleit­er Johannes Prand­stät­ter. Irgend­wie fatal: Laut Prand­stät­ter investiert die Bad­ner Bahn laufend in automa­tis­che Sicherungssys­teme, aber ger­ade dadurch lasse die sub­jek­tive Aufmerk­samkeit der Verkehrsteil­nehmer nach. Bei Geschwindigkeit­en von bis zu 80 km/h kann diese Unaufmerk­samkeit bei Kol­li­sio­nen mehr als böse enden.

Die Bad­ner Bahn hat nun einen Sicher­heits­fold­er entwick­elt, der sich an Aut­o­fahrerIn­nen, Bahn-Fahrgäste, aber auch an Volkss­chulkinder richtet. Dieser Fold­er wird in Koop­er­a­tion mit dem Lan­dess­chul­rat in den Volkss­chulen ent­lang der Bad­ner Bahn nun verteilt. Lan­dess­chul­rats-Direk­tor Dr. Fritz Koprax aus Baden: „Ger­ade junge Men­schen lassen sich im All­t­ag leicht ablenken, umso wichtiger ist es, auf Gefahren hinzuweisen und der Selb­st­ge­fährdung vorzubeu­gen.“

Zur aktuellen Debat­te um die Finanzierung von Eisen­bahnkreuzun­gen beto­nen die Lokalbah­nen, dass sich über die Kosten sowohl das Eisen­bahn-Unternehmen als auch die Straßen­er­hal­ter (Bund, Land oder Gemein­den) eini­gen müssen.

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