1. Station: Elektro Landauer

Gabis Bad Vöslauer Einkaufs-Blog: 23. Jänner 2016

Es ist Sam­stag, 10 Uhr. Im Fernse­hen läuft Aus­tralian Open mit meinem Liebling Andy Mur­ray. Ich möchte aber heute Vor­mit­tag noch zwei Dinge erledi­gen: erstens einen kleinen Staub­sauger kaufen und zweit­ens Nägel, um ein neues schw­eres Bild aufzuhän­gen. Und das alles möglichst, bevor dieses Match zu Ende ist.

10.05 Uhr: Per Auto gehts zu Elek­tro Lan­dauer. Ich möchte den kle­in­sten Staub­sauger im Geschäft, kaufe einen um ca 90 Euro der deutsch-schweizer Marke Thomas. Sicher, das ist teurer als manch andere, die ich vorher im Inter­net gese­hen habe. Aber ich spare unglaublich viel Zeit und Autok­ilo­me­ter. Das ver­has­ste Aus­packen ers­pare ich mir außerdem, den Kar­ton samt Plas­tikhülle lasse ich im Geschäft. Roswitha Lan­dauer trägt mir den Staub­sauger bis zum Auto. Ich frage sie, wo in Bad Vös­lau ich Nägel zum Bilder­aufhän­gen bekom­men kann. Sie ruft Iris Kracher an, die soeben ihr Rah­men-Geschäft neben der Buch­hand­lung Kuli eröffnet hat. 

10.30 Uhr: Iris Kracher erwartet mich schon, ich parke mein Auto am Park­platz vorm Prokop. Iris Kracher ist von der Far­ben­hand­lung in der Hochstraße hier­her über­siedelt und bietet jetzt auch Bilder­rah­mungen an. Ich bin mir unschlüs­sig, wie ich mein Bild aufhän­gen werde. Auf Nägel oder am Draht hän­gend? Frau Kracher verkauft mir eine Rolle Per­lon­schnur und kleine Nägelchen mit Aufhängevor­rich­tung. Ich bin unsicher, ob es das richtige ist. Es macht aber nur 7 Euro aus, also “schlage ich zu”. 

10.45 Uhr: Gle­ich neben dem neuen Rah­mengeschäft ist eine Änderungss­chnei­derei. Da fällt mir ein — ich habe ja meine Jean mit dem Loch im Kof­fer­raum. Die kön­nte ich ja gle­ich abgeben… Gesagt, getan. Der fre­undliche Inhaber sagt mir, dass er das gle­ich flicken wird, in zwei Stun­den kön­nte ich die Jean abholen, das mache er noch schnell vorm Urlaub.

10.50 Uhr: Ich hole noch ein bestell­tes Bet­t­laken vom Wald­viertel Frot­tier­shop ab, das dort schon eine Woche für mich bereit liegt. Öster­re­ichis­che Top-Tex­tilqual­ität der Firma Herka. Ich bin sehr happy über dieses Geschäft. Das Lein­tuch mit spezieller Größe kostet 39 Euro. Ich will mit einem Hun­derter zahlen. Der junge Mann kann mir aber nicht her­aus­geben, eine Banko­matkassa gibt es nicht. Die Geschäft­snach­barin wech­selt den Hun­derter und alles ist gut.

Beim Zurück­ge­hen zum Auto muss ich die Hochstraße queren. Ich warte auf das grüne Licht. Ziem­lich lange. Gegenüber zwei Frauen, die mich durch Zurufen ersuchen, noch ein­mal auf den Druck­knopf zu drücken. “Wir haben schon zweimal gedrückt, es wird nicht Grün für Fußgänger”, sind die bei­den Frauen verärg­ert. Was ich ver­stehe. Das lange Warten, wenn eigentlich ger­ade kaum Autoverkehr ist, ist für Fußgänger eine Bar­ri­ere. Noch dazu hat man das Gefühl, dass die Druck­knop­fam­pel nur zu “Staffage” dient.

Mit dem Auto geht es heimwärts. Ich bleibe noch kurz beim Fleis­chhauer Karl Ivankovits in der Hochstraße ste­hen, den Woch­enendbe­darf an Lebens­mit­teln decken. Brot und Wurst. “Jetzt neu: Vös­lauer Würstel” wird gewor­ben. Was ist das? Eine Eigenkreation von Inhaber Karl Ivankovits, die es nur hier gibt — eine Mis­chung aus Frank­furter und Debreciner. Das gute Bauern­brot wird mir bere­itwillig gle­ich in Scheiben geschnit­ten, tolle Alter­na­tive zum ver­pack­ten Schnit­tbrot in Super­märk­ten. Ich habe das Gefühl, das Leben kann so ein­fach sein. 13 Euro kostet mein Einkauf.

11.20 Uhr: Wieder daheim. Das Ten­nis­match im Fernse­hen ist noch nicht zu Ende. Ich habe das Gefühl, sehr effizient und zeits­parend eingekauft zu haben und bin keineswegs gen­ervt oder erledigt. Nach dem Match­ball ver­suche ich noch, das Bild aufzuhän­gen, was mir aber mit dem eingekauften Mate­rial nicht gelingt. 

12.15 Uhr: Ich muss noch schnell irgendwo richtige Nägel für mein Bild her­bekom­men, ich will dieses Woch­enende das Bild aufhän­gen, unter der Woche habe ich oft so wenig Zeit. Ich zer­martere mir das Hirn. Dann fällt mir ein — es gibt da ja noch das Lager­haus, der Bau­max in Baden ist ja schon lange zu. Das Lager­haus ist zwar nicht mehr im Zen­trum, son­dern bei der A2-Auf­fahrt Kot­ting­brunn. Aber immer­hin muss ich nicht viele Kilo­me­ter fahren und ich verbinde diesen Weg mit dem Abholen meiner geflick­ten Jean. Im Hin­terkopf habe ich Sorge: Lager­häuser sper­ren doch sam­stags um 12 Uhr zu? Finde ich eigentlich eh richtig, aber ich will JETZT meine “richti­gen Nägel”. Die ich dort auch finde. Denn “als einziges Lager­haus haben wir sam­stags bis 17 Uhr offen, und das eh schon seit fünf Jahren, aber es hat sich noch immer nicht recht herumge­sprochen”, sagt mir die Kassierin. Ich kaufe die Nägel und kleine Bat­te­rien um 7 Euro.

12.35 Uhr: Meine Jean ist geflickt, 5 Euro, und basta.

Daheim schlage ich die Nägel in die Wand, das Bild hängt, der Nach­mit­tag in Ruhe kann begin­nen. Summa sum­marum habe ich heute Vor­mit­tag 160 Euro aus­gegeben und alles, was ich wollte, erledigt. In Bad Vös­lau. Inner­halb von zweiein­halb Stun­den. Und Andy Mur­ray ist eine Runde weiter. Es schneit.

Was ist der Bad Vös­lauer Einkaufs-Blog? Hier gehts zu meinen Motiven.

1. Station: Elektro Landauer

1. Sta­tion: Elek­tro Lan­dauer

2. Station: Rahmen und Farbenwelt an der Wr. Neustädterstraße, Iris Kracher

2. Sta­tion: Rah­men und Far­ben­welt an der Wr. Neustädter­straße, Iris Kracher

3. Station: Waldviertler Frottierladen

3. Sta­tion: Wald­viertler Frot­tier­laden

4. Station: Fußgängerquerung Hochstraße, ewig lang Rot

4. Sta­tion: Fußgänger­querung Hochstraße, ewig lang Rot

5. Station: Fleischhauerei Karl Ivankovits in der Hochstraße

5. Sta­tion: Fleis­chhauerei Karl Ivankovits in der Hochstraße

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