Aggressionsbereite Polizei?

Es war Frei­tag, der 19. Mai, etwa 16.30 Uhr im Wie­ner Burg­gar­ten. Zwei Poli­zis­ten mit Hun­den näher­ten sich einer neben mir an der Mau­er lie­gen­den Grup­pe von vier Bur­schen, wahr­schein­lich alle unter 20. Aus­weis- und Per­so­nen­kon­trol­le. Die Absicht war klar: Die Poli­zis­ten such­ten nach Drogen. 

Die Bur­schen kamen alle ohne jeden Wider­stand und Muck­ser der Auf­for­de­rung nach, bei einem fand man „Stoff“. Er dürf­te eine Fra­ge gestellt haben, die ich nicht hör­te. Die Ant­wort des Poli­zis­ten hör­te ich wohl: „Sei froh, dass es hell ist, sonst hät­test schon die ers­te Watschn“, in einem – wie mir schien – unan­ge­mes­sen aggres­si­ven Ton. Ein wei­te­rer der vier Bur­schen hat­te in sei­nem Aus­weis als Geburts­ort „Ams­ter­dam“ ange­ge­ben und muss­te sich von dem­sel­ben Poli­zis­ten die hämi­sche Anmer­kung gefal­len las­sen: „Das ist der rich­ti­ge Geburts­ort für unse­re Aktion“.

Man redet immer von aggres­si­ons­be­rei­ter Jugend: In die­sem Fall erleb­te ich eine – völ­lig unan­ge­bracht – aggres­si­ons­be­rei­te Poli­zei. Und das mach­te mir als Beob­ach­te­rin auch Angst.

Gabi Stock­mann, Bad Vöslau

 

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